Klima und Klimazonen in Mexiko

Foto: Mexico-Info

Das Klima in Mexiko ist sehr abwechslungsreich, was auf die Landesgröße, die unterschiedlichen Höhenlagen, die Lage am Wendekreis des Krebses (Tropic of Cancer) und die Nähe zum Äquator sowie die Lage zwischen dem Pazifischen Ozean und dem Golf von Mexico zurückzuführen ist.

 

Allgemeines zum Klima in Mexiko

Nach der Einteilung der Erde in die physischen Klimazonen, die vom Winkel der Sonneneinstrahlung auf die Erde und somit von den Breitengraden abhängig sind, liegen der nördliche Teil von Mexiko bis ca. zum 23,5° nördlichen Breitengrad (Wendekreis des Krebses) in der subtropischen Klimazone und der südliche Teil in der tropischen Klimazone.

Wendekreise
Quelle: Wikimedia

Der Wendekreis des Krebses verläuft im Norden von Mexiko durch die Halbinsel Baja California und die Bundesstaaten Sonora, Durango, Zacatecas, San Luis Potosí und Tamaulipas. Nördlich des Wendekreises fallen im Allgemeinen weniger Niederschläge als im Süden des Landes.

Wikipedia: Informationen über die Wendekreise

 

Subtropical
Quelle: Wikimedia

Generell ist das Klima in den Subtropen durch eine hohe Strahlungsintensität (hohe Temperaturen) während der Trockenzeit und eine mäßige Strahlungsintensität (mäßige Temperaturen) während der Regenzeit gekennzeichnet. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei ca. 20°C. Es gibt aber große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. 

Wikipedia: Informationen über die Subtropen

 

Tropical
Quelle: Wikimedia

Das Klima in den Tropen ist generell gekennzeichnet durch eine ganzjährig hohe Strahlungsintensität mit geringen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen. Auch die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind im Verhältnis zu den Subtropen, außer in den Höhenlagen, nicht so groß. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei ca. 25°C.

Wikipedia: Informationen über die Tropen

 

Das Klima entlang der Küstengebiete und auf der Halbinsel Yucatán ist tropisch, es ist heiß und feucht. Die Tagestemperatur liegt fast das ganze Jahr zwischen 25°C und 30°C oder höher und auch die Nächte sind mit 15°C bis über 20°C sehr mild. Die Niederschlagsmenge während der Regenzeit ist sehr hoch und auch in der Trockenzeit gibt es meist kurze, aber heftige, Regenschauer.

Der überwiegende Teil des Landes wird von einem Hochplateu (das Zentrale Hochland von Mexiko) und Gebirgsketten durchzogen. Ein großer Teil des Landes ist über 1000 m hoch, einige Berge 3000 m und höher ( Artikel: Berge und Vulkane in Mexiko). 

Im Zentralen Hochland befinden sich zahlreiche große Städte, darunter auch Mexico-City. Die Sommer sind sehr regenreich und die Winter mild. Tagsüber ist es in der Regel ganzjährig mit 20°C bis 25°C angenehm warm, die Temperaturschwankungen im Verlauf des Jahres sind gering. Die wärmsten Monate sind April und Mai, die Tagestemperaturen steigen dann auch auf 30°C. Die kältesten Monate sind Dezember und Januar, während dieser Zeit fallen die Temperaturen nachts auf unter 10°C.

Mit steigender Höhe fallen die Temperaturen weiter und da kann es auch zu Frost und Schnee kommen, hier tritt alpines Klima auf. Aber nur auf den höchsten Bergen, die über 3000 m hoch sind, bleibt der Schnee zeitweise liegen, unterhalb sind die Temperaturen tagsüber zu warm.

Von Juni bis November treten am Golf von Mexico, im Karibischen Meer und an der Atlantik- und Pazifikküste tropische Wirbelstürme auf. ( Artikel: Tropische Wirbelstürme und Hurrikane).

 

Regenzeit und Trockenzeit

Die Lage in den Subtropen und Tropen bedingt, dass es nur zwei Jahreszeiten gibt, die Regenzeit, die etwa von Mai bis Oktober andauert und die Trockenzeit, die etwa von November bis April reicht. Aufgrund der Landesgröße und der geografischen Gegebenheiten sind diese Angaben nicht allgemein gültig, sondern verschieben sich in den einzelnen Regionen. Während der Regenzeit fällt kein Dauerregen, sondern es gibt täglich, meist am Nachmittag, kurze und heftige Niederschläge. In der Trockenzeit regnet es auch ab und zu, aber die Niederschlagsmenge ist gering.

Wikipedia: Informationen zur Regenzeit

Wikipedia: Informationen zur Trockenzeit

 

Klimaklassifikation

Frühere Einteilung der Klimazonen in Mexiko

Klimazonen nach Alexander von Humboldt

Alexander von Humboldt veröffentlichte in seinen Schriften eine Einteilung von Süd- und Zentralamerika in verschiedene Klima– und Vegetationszonen. Dabei schlug er eine Aufteilung in die Zonen: Tierra Caliente, Tierra Tem­plada, Tierra fría, Tierra Helada und Tierra Nevada vor.

Unterartikel: Frühere Einteilung der Klimazonen in Mexiko »

 

Heutige Einteilung der Klimazonen in Mexiko

Durch die große Nord-Süd-Ausdehnung, die verschiedenen Höhenlagen und die damit einhergenden unterschiedlichen Temperaturen, die unterschiedlichen Niederschlagsmengen in den Regionen sowie der Einfluss der Ozeane ist das Klima so vielseitig, dass weitere Unterteilungen vorgenommen wurden.

Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger

So wurde in Mexiko die Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger übernommen, die von der mexikanischen Wissenschaftlerin Enriqueta García Amaro auf das Territorium Mexikos angepasst wurde.

Unterartikel: Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger »

Klimazoneneinteilung nach INEGI

Das Nationale Institut für Statistik, Geographie und Informatik (INEGI – Instituto Nacional de Estadística y Geografía) hat ausgehend von der Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger in seinen Publikationen eine weitere Einteilung der Klimazonen erstellt.

Unterartikel: Klimazoneneinteilung nach INEGI »

Weitere Linkhinweise und Quellen

Instituto Nacional de Estadística y Geografía – INEGI
Statistische Datensammlungen des Institutes für Statistik, Geographie und Informatik

https://www.inegi.org.mx

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