Tepoztlan

Foto: Mexico-Info

Das Gebiet von Tepoztlán ist seit 1500 v. Chr. besiedelt, präkolumbianisches Zeugnis ist die Ruine der Pyramide El Tepozteco. Im 16. Jahrhundert gründeten Mönche ein Kloster und es entstanden zahlreiche Kolonialbauten, die bis heute das historische Zentrum prägen.

 
   Lage und Anreise

Tepoztlán liegt auf einer Höhe von etwa 1.700 Metern im Norden des Bundesstaat Morelos, ca. 80 km südwestlich von Mexiko-Stadt und ca. 35 km östlich von Cuernavaca entfernt.

Der Ort ist von spektakulären Bergen umgeben und für seine mystische Ausstrahlung in Mexiko weit bekannt. Tepoztlán wurde vom mexikanischen Ministerium für Tourismus im Jahre 2002 als „Pueblo Mágico“ (Magischer Ort) ausgezeichnet.

 GeoHack: Koordinaten und Geodienste

Anreise mit dem Auto von Mexico-City

Von Mexico-City über die Autobahn 95D in Richtung Cuernavaca fahren. Dann auf der Autobahn 115D Richtung Tepoztlan weiterfahren. Die Autobahnen sind gebührenpflichtig.

Anreise mit dem Bus von Mexico-City

Von den ➡ Busterminals Mexico City Airport und Central del Sur – Taxqueña fahren täglich Busse des Busunternehmens „Pullman De Morelos nach Tepoztlán.

 
   Klima und Wetter

 

Gemäß der Klimaklassifikation nach Köppen-Geiger wird das Klima in Tepoztlanin die Klimagruppe Cwa eingestuft, d.h. es herrscht ein subtropisches Klima vor. Die Tage sind ganzjährig warm bis heiß und die Nächte mild.

Die durchschnittliche monatliche Höchsttemperatur liegt bei 26°C. Die wärmsten Monate sind April und Mai, die kältesten Monate sind Dezember und Januar.

Die Regenzeit beginnt im Juni und dauert bis September, wobei im Juli die meisten Niederschläge fallen. Der niederschlagärmste Monat ist der Februar.

 
   Geschichte und Gegenwart

Geschichte

Es gibt zwei Ansätze, wie sich der Name des Ortes ableitet. Zum einen werden die etymologischen Wurzeln aus dem Nahuatl „tepozt-tli“, was Kupfer und „tlan“, was Platz bedeutet, bestimmt, wonach Tepoztlan also der Ort, an dem Kupfer vorkommt, ist. Dies steht auch im Zusammenhang mit den Kupfervorkommen in der Gegend. Zum anderen wird der Name von dem aztekischen Gott Tepoztécatl und „tlan“ abgeleitet, was also der Ort des Tepoztécatl bedeutet, was wiederum in Zusammenhang mit der Pyramide El Tepozteco steht.

Bis heute konnte nicht geklärt werden, wer die ersten Siedler in diesem Gebiet waren. Funde von Keramikwaren und Werkzeugen belegen aber, dass hier bereits um 1500 v. Chr. Menschen gelebt haben.

In präkolumbianischer Zeit, etwa im 9. und 10. Jahrhundert, ließen sich die Tolteken in der Gegend nieder. Es wird vermutet, dass es sich hierbei um Siedler handelte, die nach Aufständen in der toltekischen Hauptstadt Tollan/Tula geflohen sind. Ihnen werden hohe handwerkliche Fähigkeiten in der Verarbeitung von Kupfer und Gold zugesprochen.

Vom 11. bis zum 15. Jahrhundert übernahm der aztekische Stamm der Tlahuica die Herrschaft über das Gebiet und noch heute besteht die Bevölkerung von Tepoztlan aus Nachfahren der Tlahuica. Sie errichteten die Pyramide El Tepozteco in den Bergen oberhalb der Stadt.

Im 16. Jahrhundert siedelten sich Dominikanermönche an, sie waren gekommen, um die Bevölkerung zu christianisieren. Sie ließen von den Einwohnern von 1559 bis 1588 ein festungsartiges Kloster (Convento de la Natividad ) und die Kirche errichten. Heute zählen die Gebäude zu den ältesten Kolonialgebäuden in Zentralmexiko. Die während der Kolonialzeit entstandenen acht Stadtviertel mit ihren Gebäuden und den gepflasterten Straßen haben bis heute größtenteils ihren ursprünglichen Charakter erhalten.

Dennoch konnten die Mönche die alten Traditionen und Bräuche in der Gegend nicht verdrängen und so vermischen sich heute in den zahlreichen Festen indigene und katholische Facetten.

Gegenwart

Foto: Mexico-Info

Die kulturelle Verwurzelung und die mystischen Legenden lassen den Ort in einem besonderen Flair erscheinen, der Besucher anzieht, die die Energie

und Magie des Ortes spüren möchten. So hat sich Tepoztlán zu einer „New-Age“-Stadt entwickelt. Es gibt Heiler und Schamanen, die traditionelle Reinigungsrituale zelebrieren und Kräuter verkaufen und es haben sich einige Künstler und Schriftsteller angesiedelt.

Die Einwohner haben sich auf die Touristen eingestellt. In den Gassen bieten Händler Kunsthandwerk, Musikinstrumente und Souvenirs bis hin zu billigem Kitsch sowie Früchte, Honig und regionale Speisen und Getränke an. Zahlreiche Restaurants, Bars und Cafes säumen die Straße, die zur Pyramide führt.

Die Stadt und die Einwohner bemühen sich Traditionelles zu bewahren, z.B. wird die Nahrungsmittelversorgung überwiegend von einheimischen Produkten gedeckt. Geschäftsketten wie Oxxo oder Starbucks wurden in der Stadt verboten.

Am Wochenende ist die Stadt ein beliebtes Ausflugsziel für die Einwohner von Mexico-City. Da wird es in den Gassen richtig voll.

 

Sehenswürdigkeiten und Museen

Foto: Mexico-Info

Die Pyramide El Tepozteco

Die archäologische Stätte, die sich auf einem Felsen über dem Ort Tepoztlán befindet, war ein Heiligtum, das dem Gott Tepoztecatl (dem Gott des Pulque, der Trunkenheit und Fruchtbarkeit) geweiht war. Am südlichen Abhang befindet sich die Pyramide, die auch El Tepozteco genannt wird. Auf ihr wurde ein Tempel errichtet, der mehrfach umgebaut wurde.

Auf den angelegten Terrassen unterhalb der Pyramide entstanden Wohngebäude, deren Fundamente noch heute sichtbar sind.

weitere Informationen, Linkhinweise und Bildergalerie

Archäologische Zonen in Morelos (Adresse, Öffnungszeiten, Eintritt)


 

Ex-Convento de la Natividad und Museo y Centro de Documentación Histórica

Das ehemalige Kloster wurde auf Befehl von Dominikanermönche im 16. Jahrhundert von den Einwohnern des Ortes errichtet. Der Komplex verfügt über ein großes Atrium, in dessen vier Ecken sich Kapellen befinden. Die Klosterkirche (Parroquia Nuestra Señora de la Natividad) ist der Jungfrau des Rosenkranzes gewidmet, das Portal zeigt die Jungfrau, umgeben von Heiligen und Engeln und ist mit Symbolen des Dominikanerordens verziert.

Durch das Säkularisierungsgesetz im Jahre 1857 wurde das Kloster aufgegeben und als Hauptquartier der Truppen von Kaiser Maximilian von Habsburg genutzt.

Im Jahre 1939 wurde die Klosteranlage in den Besitz des neu geschaffenen Nationalen Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) überführt, unter Denkmalschutz gestellt und ein Museum eingerichtet. Im Jahre 1993 wurde das Kloster aufwendig restauriert und im Jahre 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe, als Teil der Route der ehemaligen Klöster von den Hängen des Popocatepetl,erklärt.

Im Kloster befindet sich das „Museo y Centro de Documentación Histórica de Tepoztlán“, hier werden Ausstellungsstücke der mesoamerikanischen Kulturen sowie im Umkreis gefundenen archäologischen Objekte ausgestellt.


Museo y Centro de Documentación Histórica, Ex Convento de Tepoztlán

Das Museum befindet sich im ehemaligem Kloster. Hier werden Ausstellungsstücke der mesoamerikanischen Kulturen sowie im Umkreis gefundenen archäologischen Objekte ausgestellt. Weiterhin ist es ein Dokumentationszentrum […weiterlesen]

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El Tepozteco National Park

Rund um die Stadt Tepoztlan befindet sich der Nationalpark „El Tepozteco National Park“, der zum Schutz von Flora und Fauna und zur Erhaltung der archäologischen Überreste in diesem Gebiet eingerichtet wurde. Er wurde im Jahr 1937 gegründet. Zahlreiche Routen zum Wandern, Klettern oder Radfahren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gibt es hier.

 

   Reiseangebote

Für einen Besuch in Tepoztlan, gibt es in unserer Rubrik ➡ Reisen verschiedene Angebote.

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   Weitere Linkhinweise

Visitmexico
Reise- und Ausflugstipps vom mexikanischen Tourismusministeriums

 zur Webseite von Visitmexico


Wikipedia: Informationen über Tepoztlan 

Wikipedia: Informations about Tepoztlan 

Wikipedia: Informaciónes sobre Tepoztlan