Ixtenco, Tlaxcala

Ixtenco liegt im Osten des Bundesstaates Tlaxcala an den unteren Ausläufern der Ostflanke des Vulkans La Malinche. Zum Gemeindegebiet gehört auch der Cerro de Xalapasco mit seinen flachen Vulkankratern. Der kleine Ort ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde. Er gilt als wichtigstes Zentrum der otomischen Kultur in Tlaxcala. Ein Teil der Bevölkerung bewahrt bis heute die Traditionen der Yuhmu.

Das Ortsbild wird von der Plaza de la Constitución, der Pfarrkirche San Juan Bautista und niedrigen historischen Gebäuden geprägt. Landwirtschaft und Maisanbau spielen eine wichtige Rolle. Bekannt ist Ixtenco vor allem für seine verschiedenfarbigen Maissorten, die Pepenado-Stickerei, Bilder aus Samen sowie das Patronatsfest und die jährliche Fiesta del Maíz. Ixtenco wurde 2023 in das Tourismusprogramm der Pueblos Mágicos aufgenommen.

Lage und Anreise


Ixtenco liegt im Osten des Bundesstaates Tlaxcala am östlichen Fuß des Berges La Malinche. Das Municipio grenzt im Norden und Nordosten an Huamantla, im Osten an den Bundesstaat Puebla und im Süden sowie Westen an Zitlaltepec de Trinidad Sánchez Santos.

Der Hauptort San Juan Ixtenco liegt auf etwa 2.500 Metern über dem Meeresspiegel. Innerhalb des Gemeindegebietes steigt das Gelände bis auf rund 3.000 Meter an.

Geographische Lage

  • Nördliche Breite: 19°15’04.119″ N
  • Westliche Länge: 97°53’42.400″ W

Entfernungen

Tlaxcala de Xicohténcatl: ca. 55 km, Fahrtzeit mit dem Pkw etwa 1 Stunde

Mexiko-Stadt: ca. 170 km, Fahrtzeit mit dem Pkw etwa 2 Stunden 30 Minuten

Anreise mit dem Pkw/Mietwagen

Anreise von Tlaxcala de Xicohténcatl

Von Tlaxcala-Stadt führt die Strecke zunächst in Richtung Apizaco und anschließend über die Bundesstraße MEX 136 nach Huamantla. Von dort erreicht man Ixtenco über die etwa acht Kilometer lange Landstraße Huamantla–Ixtenco.

Anreise von Tlaxcala: Bei Google Maps ansehen

Anreise von Mexiko-Stadt

Von Mexiko-Stadt kann Ixtenco über die mautpflichtige Autobahn México–Puebla (MEX 150D) erreicht werden. Bei Amozoc führt die Strecke weiter über die Autobahn Amozoc–Perote (MEX 140D) in Richtung Xalapa bis zur Ausfahrt nach Ixtenco beziehungsweise Zitlaltepec.

Eine alternative Strecke führt von Mexiko-Stadt zunächst über die Autobahn Peñón–Texcoco (MEX 136D) und anschließend über die Bundesstraße MEX 136 durch Calpulalpan und Apizaco in Richtung Huamantla. Von Huamantla geht es über die Landstraße Huamantla–Ixtenco weiter.

Beide Strecken ab Mexiko-Stadt enthalten mautpflichtige Abschnitte.

Anreise von Mexiko-Stadt: Bei Google Maps ansehen

Anreise mit dem Bus

Direkt von Mexiko-Stadt nach Huamantla

Vom östlichen Busterminal TAPO in Mexiko-Stadt fahren Busse von ATAH und der zugehörigen Komfortlinie Supra sowie von ADO direkt nach Huamantla. Die Fahrt dauert ungefähr 2 Stunden 30 Minuten.

Die Busse verkehren täglich und über den Tag. Die ersten Verbindungen beginnen gegen 06:00 Uhr, die letzte Busabfahrt ist gegen 23:00 Uhr. Die Anzahl und die Zeiten der Fahrten können sich je nach Wochentag, Feiertag und Reisesaison ändern.

Von Mexiko-Stadt über Tlaxcala-Stadt nach Huamantla

Eine weitere Möglichkeit ist die Fahrt von der TAPO nach Tlaxcala-Stadt. Auf dieser stark frequentierten Strecke verkehren ebenfalls Busse von ATAH und Supra. Die Fahrzeit beträgt ungefähr 1 Stunde 40 Minuten.

Vom zentralen Busterminal in Tlaxcala-Stadt fahren Busse nach Huamantla. Für diesen Abschnitt sollten etwa 45 bis 60 Minuten eingeplant werden. Abhängig von der Wartezeit beim Umstieg dauert die gesamte Fahrt über Tlaxcala-Stadt ungefähr 3 Stunden.

Weiterfahrt von Huamantla nach Ixtenco

Zwischen Huamantla und Ixtenco verkehren Kleinbusse beziehungsweise Sammeltaxis auf einer regionalen Nahverkehrsroute. Die etwa neun Kilometer lange Strecke beginnt in Huamantla im Bereich der Avenida Matamoros Oriente und Avenida Juárez. In Ixtenco halten die Fahrzeuge unter anderem im Ortszentrum bei der Kirche und dem Parque Central.

Alternativ kann für die Weiterfahrt ein örtliches Taxi genommen werden. Uber ist in Huamantla verfügbar und führt auch Fahrten zwischen Huamantla und Ixtenco auf.

Fahrpläne und Fahrkarten für die Fernbusse können auf den Internetseiten von ATAH und ADO abgefragt werden. Bei der Buchung über ADO sollte darauf geachtet werden, welche Busgesellschaft die jeweilige Fahrt tatsächlich durchführt.

Östlicher Busbahnhof Mexiko-Stadt (Terminal TAPO): Bei Google Maps ansehen

Busterminal ATAH Huamantla: Bei Google Maps ansehen

Anreise mit dem Flugzeug

Anreise mit dem Flugzeug

Der nächstgelegene Flughafen ist der Internationaler Flughafen Puebla (Aeropuerto Internacional de Puebla „Hermanos Serdán“), etwa 70 Kilometer von Ixtenco entfernt. Da keine direkte öffentliche Verkehrsverbindung nach Ixtenco besteht, kann die Weiterfahrt mit einem Mietwagen, Taxi oder privaten Transfer erfolgen.

Für Reisende über den Internationalen Flughafen Mexiko-Stadt (Aeropuerto Internacional de la Ciudad de México „Benito Juárez“) bieten sich mehrere Möglichkeiten. An beiden Terminals des Flughafens befinden sich Mietwagenanbieter. Die Entfernung vom Flughafen nach Ixtenco beträgt je nach gewählter Strecke ungefähr 155 bis 165 Kilometer. Die möglichen Straßenverbindungen entsprechen den unter „Anreise mit dem Pkw oder Mietwagen“ beschriebenen Routen.

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterreisen möchte, gelangt vom Flughafen mit dem Metrobús, einem autorisierten Taxi oder einem Fahrdienst zum Busterminal TAPO. Von dort fahren Fernbusse direkt nach Huamantla oder über Tlaxcala-Stadt. Die weitere Anreise nach Ixtenco erfolgt wie unter „Anreise mit dem Bus“ beschrieben.

Internationaler Flughafen von Puebla “Hermanos Serdán”

Internationaler Flughafen von Mexiko-Stadt “Benito Juárez”

Aktuelle Zeit und Informationen zur Zeitzone

Ixtenco liegt in der zentralmexikanischen Zeitzone (Zona Centro) und verwendet ganzjährig die Central Standard Time (CST). Eine Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit erfolgt nicht. Der Zeitunterschied zur koordinierten Weltzeit beträgt minus sechs Stunden (UTC−6).

Der Zeitunterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) in Deutschland beträgt 7 Stunden während der Winterzeit und 8 Stunden während der Sommerzeit.

weitere Informationen unter: Zeitzonen in Mexiko

Wetter, Klima, Fauna und Flora

Ixtencos Lage im mexikanischen Hochland und an den unteren Ausläufern der La Malinche bestimmt das örtliche Klima sowie die Pflanzen- und Tierwelt. Während große Teile der Gemeinde landwirtschaftlich genutzt werden, sind vor allem am Cerro de Xalapasco und in höheren Lagen noch Wald-, Busch- und Grasflächen mit regionaltypischen Arten erhalten.

Wettervorhersage für die kommenden Tage

Allgemeine Informationen zum Wetter

Allgemeine Informationen zum Wetter

Das Wetter in Ixtenco wird durch die Lage im mexikanischen Hochland geprägt. Charakteristisch sind die teilweise erheblichen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Die Tage sind in der Regel ganzjährig mild, morgens und abends kann es jedoch deutlich kühler werden.

Die wärmsten Monate sind April und Mai. Von Juni bis September treten vor allem am Nachmittag und Abend teils kräftige Regenschauer und Gewitter auf. In der Trockenzeit von November bis April überwiegen sonnige Tage und klare Nächte. Im Dezember und Januar können die Temperaturen nachts stark absinken, gelegentlich ist auch Bodenfrost möglich.

Leichte Kleidung für den Tag sollte daher durch einen Pullover oder eine Jacke für die Morgen- und Abendstunden ergänzt werden. Während der Regenzeit sind eine Regenjacke und wasserfestes Schuhwerk sinnvoll. Aufgrund der Höhenlage ist außerdem ganzjährig auf ausreichenden Sonnenschutz zu achten.

Klimainformationen

Klimainformationen

Nach der Klimaklassifikation von Köppen-Geiger lässt sich das Klima in Ixtenco der Klimagruppe Cwb zuordnen. Der Buchstabe „C“ bezeichnet ein warmgemäßigtes Klima. Das „w“ steht für eine ausgeprägte Trockenzeit im Winter und eine ausgeprägte Regenzeit im Sommer. Der Zusatz „b“ kennzeichnet warme, aber nicht dauerhaft heiße Sommer, bei denen die Durchschnittstemperatur des wärmsten Monats unter 22 °C bleibt.

Das mexikanische Statistik- und Geografieinstitut INEGI weist für das Gemeindegebiet aufgrund der Höhenunterschiede Jahresmitteltemperaturen zwischen 8 °C und 16 °C aus. Im Hauptort Ixtenco liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur ungefähr zwischen 14 °C und 15 °C. Die höchsten Monatsmittel werden gewöhnlich im April und Mai erreicht, die niedrigsten im Dezember und Januar.

Die jährliche Niederschlagsmenge unterscheidet sich innerhalb der Gemeinde je nach Höhenlage und beträgt nach Angaben des INEGI zwischen 600 und 1.100 Millimetern. Der größte Teil des Regens fällt von Mai bis Oktober, besonders niederschlagsreich sind die Monate Juni bis September. Von November bis April herrscht Trockenzeit, Dezember, Januar und Februar gehören zu den niederschlagsärmsten Monaten.

Quelle: ClimateCharts.net
weitere Informationen unter: Klima und Klimazonen in Mexiko

Flora und Fauna

Flora

Große Teile des Gemeindegebietes werden landwirtschaftlich genutzt, insbesondere für den Anbau von Mais. Reste der ursprünglichen Vegetation sind vor allem am Cerro de Xalapasco und an den Ausläufern des Berges Malinche erhalten.

Dort wachsen verschiedene Eichenarten sowie Ocote-Kiefern, Weißkiefern, Mexikanische Nusskiefern und Wacholder. Zur weiteren Vegetation gehören Weiden, Eschen, Tepozán (Buddleja cordata), Capulín-Kirschen, Tejocote (Mexikanischer Weißdorn) und Weißer Sapote. Im Ortsgebiet kommen außerdem eingeführte Baumarten wie Eukalyptus und Kasuarinen vor.

Fauna

Wildtiere leben vor allem in den verbliebenen Wald-, Busch- und Grasflächen am Cerro de Xalapasco und an den Ausläufern La Malinche. Zu den vorkommenden Säugetieren gehören das Florida-Waldkaninchen (Sylvilagus floridanus), der Eselhase (Lepus californicus), kleinere Nagetiere sowie vereinzelt Kojoten, Opossums und Stinktiere. Die Vogelwelt umfasst unter anderem Montezumawachteln (Cyrtonyx montezumae), Spechte, Greifvögel, Singvögel und Kolibris. Außerdem kommen Klapperschlangen, Eidechsen, Salamander, Skorpione und zahlreiche Insektenarten vor.

 iNaturalist – Artenbeobachtungen in Ixtenco
Beobachtungen von Pflanzen, Tieren, Pilzen und anderen Organismen im Gemeindegebiet von Ixtenco. 

Über den Ort und die Gemeinde

Ixtenco entstand aus einer otomischen Siedlung im Osten Tlaxcalas und wurde 1532 als San Juan Bautista Ixtenco formell gegründet. Die Entwicklung des Ortes wurde über Jahrhunderte vom Maisanbau, den umliegenden Haciendas und Auseinandersetzungen um Land, Wälder und Wasser bestimmt. Im 19. Jahrhundert erhielt Ixtenco eine eigene Gemeindeverwaltung. Bis heute gilt der Ort als wichtigstes Zentrum der Kultur der Yuhmu in Tlaxcala.

Zur Geschichte von Ixtenco

Vorspanische Zeit

Der genaue Beginn der otomischen Besiedlung im Gebiet des heutigen Ixtenco lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Die archäologischen Spuren sind begrenzt, und ein großer Teil der Kenntnisse stammt aus frühen kolonialzeitlichen Berichten und Bilddokumenten.

Wahrscheinlich ließen sich mehrere Gruppen der Otomí in unterschiedlichen Wanderungsbewegungen im Osten und an den äußeren Grenzen des vorspanischen Tlaxcallan nieder. Tlaxcallan war ein Zusammenschluss weitgehend selbstständiger Herrschaften auf dem Gebiet des heutigen Bundesstaates Tlaxcala. Die Otomí erhielten Siedlungs- und Ackerland und übernahmen Aufgaben bei der Verteidigung der östlichen Grenze. Zu ihren bedeutenden Siedlungsgebieten gehörte die Umgebung von Tecoac und Ixtenco.

Als die Spanier 1519 nach Tlaxcala vordrangen, beteiligten sich otomische Krieger an den ersten Kämpfen gegen das Heer von Hernán Cortés. Nach dem Bündnis zwischen den Spaniern und den Herrschaften von Tlaxcallan nahmen auch otomische Gruppen an den Feldzügen gegen Tenochtitlan teil.

Gründung und Kolonialzeit

Die franziskanische Missionierung der otomischen Bevölkerung im Gebiet von Ixtenco begann um 1529. Am 8. Januar 1532 wurde der Ort unter dem Namen San Juan Bautista Ixtenco formell gegründet. Grundlage war eine Urkunde des spanischen Königs Karl V. Im selben Jahr wurde auf dem Berg La Malinche ein Kreuz aufgestellt, das eine Grenze des zugesprochenen Gebietes markierte.

Mit der Missionierung entstanden christliche Kapellen und später die Pfarrkirche San Juan Bautista. Ältere religiöse Vorstellungen bestanden jedoch fort. Für das Jahr 1665 ist ein Verfahren gegen Juan Coátl und mehrere Helfer überliefert. Sie sollen in einer Höhle an einer Quelle Zeremonien für Regen, gute Ernten und das Wohlergehen der Bevölkerung durchgeführt haben.

Im 17. Jahrhundert wuchs die Siedlung. Da der Platz in Ixtenco begrenzt war, erhielten Einwohner 1681 die Erlaubnis, in der Nähe die Ortschaft San Pedro Cuautla zu gründen. Gleichzeitig wurden die Landrechte Ixtencos durch verschiedene Urkunden festgehalten. 1699 wurden ihm weitere Flächen nördlich der Siedlung zugesprochen.

In der Kolonialzeit entstanden im Umland größere landwirtschaftliche Güter. Eine Aufstellung aus dem Jahr 1757 nennt vier Haciendas und zwei Ranchos im kirchlichen Verwaltungsbereich von Ixtenco. Dazu gehörten die Haciendas San Cristóbal, San José Bautista, San Antonio und San Santiago sowie die Ranchos San Bernardino und San Miguel. Die landwirtschaftlichen Güter dienten vor allem dem Anbau von Getreide und Futterpflanzen sowie der Viehzucht.

Die Haciendas wurden zu einem wichtigen Wirtschaftszweig, schränkten aber zugleich die verfügbaren Flächen der örtlichen Bevölkerung ein. Nach einer Erhebung von 1779 war Ixtenco von drei großen Gütern umgeben und verfügte nur noch über wenig gemeinschaftlich nutzbares Land. Auch der Zugang zu den Wäldern, Quellen und Weideflächen an La Malinche führte wiederholt zu Auseinandersetzungen mit Großgrundbesitzern und benachbarten Orten.

Unabhängigkeit und 19. Jahrhundert

Im Jahr 1820 wurde Ixtenco dem Partido de Huamantla zugeordnet. Ein Partido war ein übergeordneter Verwaltungsbezirk, der mehrere Orte umfasste. Diese Zuordnung blieb auch nach der mexikanischen Unabhängigkeit bestehen.

Die Haciendas blieben in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die wichtigsten größeren Wirtschaftsbetriebe der Umgebung. Sie widmeten sich hauptsächlich dem Getreideanbau, der Produktion von Viehfutter und der Tierhaltung. Viele Einwohner Ixtencos arbeiteten zeitweise auf diesen Gütern, während der Ort selbst weiterhin vom kleinbäuerlichen Maisanbau geprägt war.

Im Jahr 1849 wurde San Juan Bautista Ixtenco offiziell in die fünf Barrios San Antonio, San Juan, San Gabriel, La Resurrección und Santiago gegliedert. Mehrere dieser Stadtviertel wurden später erneut unterteilt, sodass Ixtenco heute neun Barrios besitzt.

Während des Zweiten Mexikanischen Kaiserreichs von 1864 bis 1867 wurde Ixtenco zur Gemeinde mit eigener kommunaler Verwaltung erhoben. Zum Gemeindegebiet gehörten neben dem Hauptort die Haciendas San Antonio und San Cristóbal Xalapasco sowie mehrere Ranchos. Die Gemeinde gehörte weiterhin zu einem größeren Bezirk, dessen Verwaltungssitz sich in Huamantla befand.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dauerten die Konflikte um Gemeindegrenzen, Wälder, Wasserstellen und Ackerflächen an. Kommunale Aufzeichnungen berichten insbesondere für 1874 von Auseinandersetzungen mit Huamantla und Zitlaltepec. Die Sicherung der historischen Landrechte blieb daher eines der wichtigsten politischen Themen des Ortes.

Revolution und 20. Jahrhundert

Während des Porfiriats geriet Ixtenco unter den politischen Einfluss des langjährigen Gouverneurs von Tlaxcala, Próspero Cahuantzi. Bei den Gemeindewahlen von 1904 kam es zu Unruhen, die von berittenen Polizeieinheiten niedergeschlagen wurden.

Nach den Revolutionsjahren wurde die kommunale Selbstverwaltung im Rahmen des Municipio Libre neu geordnet. Im Jahr 1919 entschied der Gouverneur von Tlaxcala zugunsten eines Antrags Ixtencos auf die Wiederherstellung kommunaler Besitzrechte.

Landwirtschaft und Maisanbau blieben die wirtschaftlichen Grundlagen Ixtencos. Zugleich nahm die Bedeutung der Haciendas infolge der Mexikanischen Revolution und der anschließenden Agrarreformen ab. 

Neuere Entwicklung

Seit 2011 macht die Fiesta del Maíz auf die einheimischen Maissorten und das landwirtschaftliche Wissen der Yuhmu aufmerksam. Im Jahr 2016 erklärte der Kongress von Tlaxcala den violetten Mais, den daraus hergestellten Atole agrio und den Mole de Matuma zum immateriellen Kulturerbe der Gemeinde Ixtenco. Die Pepenado-Stickerei und die Herstellung von Bildern aus Samen wurden 2019 als immaterielles Kulturerbe des Bundesstaates Tlaxcala anerkannt.

Im Jahr 2023 wurde Ixtenco in das mexikanische Tourismusprogramm der Pueblos Mágicos aufgenommen. Ausschlaggebend waren vor allem die Kultur der Yuhmu, die traditionellen Feste und Handwerkstechniken, die einheimischen Maissorten und auch die historische Bausubstanz des Ortes.

Kunsthandwerk

Typisches Kunsthandwerk

Das Kunsthandwerk Ixtencos ist eng mit der Kultur der Yuhmu und dem Maisanbau in der Gemeinde verbunden. Zu den charakteristischen Erzeugnissen gehören Textilien mit Pepenado-Stickerei, gewebte Gürtel, Bilder und Schmuck aus Samen sowie dekorative Arbeiten aus getrockneten Maisblättern.

Pepenado-Stickerei

Die Pepenado-Stickerei gehört zu den bekanntesten handwerklichen Traditionen Ixtencos. Bei dieser Technik werden die Fäden oder Falten des Grundstoffes abgezählt und mit der Nadel aufgenommen, sodass aus kleinen, regelmäßig angeordneten Stichen geometrische, pflanzliche oder figürliche Muster entstehen.

Verziert werden vor allem weiße Blusen und Hemden, teilweise auch Kleider, Taschen und weitere Textilien. Neben farbigen Garnen kommen bei einzelnen Arbeiten kleine Glasperlen, die sogenannten Chaquiras, zum Einsatz. Die Technik wird innerhalb der Familien weitergegeben und gilt als wichtiger Bestandteil der kulturellen Identität der Yuhmu.

Gewebte Gürtel auf dem Hüftwebstuhl

Ein weiteres traditionelles Erzeugnis sind schmale, fest gewebte Gürtel, die als Ceñidores oder Fajas bezeichnet werden. Sie entstehen auf einem Hüftwebstuhl und gehörten ursprünglich zur traditionellen Kleidung der Frauen und Männer. Die Gürtel dienten dazu, den Wickelrock der Frauen oder die Hose der Männer in der Taille zu befestigen. Heute werden sie auch als dekorative Gürtel und Kunsthandwerksprodukte angeboten.

Bilder und Schmuck aus Samen

Für Bilder, Wandtafeln, Schmuckstücke und religiöse Dekorationen verwenden die Kunsthandwerker Maiskörner und andere Samen in ihren natürlichen Farben. Die Körner werden nach Größe, Form und Farbton ausgewählt und einzeln auf einem vorgezeichneten Untergrund befestigt. Verwendet werden unter anderem verschiedenfarbiger Mais, Bohnen, Linsen, Weizen, Ackerbohnen und weitere in der Region angebaute Samen.

Die Motive zeigen Heilige, Landschaften, Blumen, Vögel, geometrische Ornamente und Szenen aus der Kultur der Yuhmu. Besonders aufwendig sind die aus Samen gestalteten Bilder und Portale, mit denen während des Patronatsfestes die Pfarrkirche und andere religiöse Bereiche geschmückt werden.

Arbeiten aus Maisblättern

Aus den getrockneten Blättern der Maiskolben, die in Zentralmexiko als Totomoxtle bezeichnet werden, entstehen Figuren, Blumen, Schmuck und weitere dekorative Gegenstände. Das Material wird gereinigt, zugeschnitten, gefaltet und zu den gewünschten Formen zusammengesetzt. Häufig greifen die Figuren die traditionelle Kleidung und das ländliche Leben der Yuhmu auf.

Weitere kunsthandwerkliche Erzeugnisse

Zum örtlichen Angebot gehören außerdem mit Chaquiras verzierte Textilien und Schmuckstücke, traditionelle Puppen sowie kleinere Arbeiten aus dem grauen Naturstein der Region. Die größte Auswahl ist bei Kunsthandwerksmärkten, während der Fiesta del Maíz und der Feria de Ixtenco zu finden. Außerhalb dieser Veranstaltungen können einzelne Arbeiten direkt bei örtlichen Werkstätten und Kunsthandwerkern erworben werden.

Gastronomie

Gastronomie in Ixtenco

Die Küche Ixtencos ist eng mit dem Maisanbau, dem landwirtschaftlichen Jahreslauf und den religiösen Traditionen der Yuhmu verbunden. In der Gemeinde gibt es zahlreiche einheimische Maissorten, weiße, gelbe, blaue, rote, rosafarbene, violette und schwarze Varianten. Sie dienen als Grundlage für handgefertigte Tortillas, Tlacoyos, Tamales, Atole und weitere Speisen.

Mole de Matuma

Der Mole de Matuma, auch Mole de Ladrillo, Chile de Matuma oder Chilito rojo genannt, ist das wichtigste rituelle Gericht Ixtencos. Seine ziegelrote Farbe entsteht vor allem durch Guajillo-Chilis. Zu den weiteren Zutaten gehören Maismasse, Koriandersamen, Gewürze und Rindfleisch.

Dazu werden gewöhnlich Pulque und längliche Tamales tontos gereicht. Mole de Matuma gehört nicht zur alltäglichen Restaurantküche, sondern wird hauptsächlich bei religiösen und gemeinschaftlichen Anlässen serviert.

Tamales tontos

Die Tamales tontos bestehen aus Maismasse, Schweineschmalz, Salz und teilweise etwas Aniswasser. Anders als gefüllte Tamales enthalten sie weder Fleisch noch Sauce, weshalb sie als „einfache“ oder „ungefüllte Tamales“ bezeichnet werden. Ihre lange, schmale Form unterscheidet sie ebenfalls von vielen anderen Tamalvarianten. Sie dienen vor allem als Beilage.

Atole agrio oder Atole morado

Das als Atole agrio, Atole morado oder auf Yuhmu Ix ttey bezeichnete Getränk wird aus dunklem, violettem Mais hergestellt. Die Maismasse wird in Wasser eingeweicht und mehrere Stunden einer natürlichen Milchsäuregärung überlassen. Dadurch erhält der Atole seinen leicht säuerlichen Geschmack. Er wird vor allem bei religiösen Festen, Hochzeiten, Taufen und anderen gemeinschaftlichen Anlässen angeboten.

Alltägliche und saisonale Küche

Im Alltag werden aus dem örtlichen Mais vor allem Tortillas, Tlacoyos, Tamales und verschiedene Atole zubereitet. Hinzu kommen Bohnen, Kürbis, Nopalkakteen, Saubohnen, Erbsen, Kürbisblüten und Wildkräuter aus den Feldern.

Zur regionalen Küche gehören außerdem Mole mit Truthahn, Lamm-Barbacoa sowie saisonal Pilze. Als traditionelles Getränk wird natürlicher Pulque ausgeschenkt.

Süßspeisen und eingemachte Früchte

Zu den traditionellen Süßspeisen gehören mit Piloncillo (Rohrzuckermasse) gekochter Kürbis und eingemachte Früchte. Verwendet werden unter anderem Birnen, Pfirsiche, Tejocotes (Mexikanischer Weißdorn) und Capulín-Kirschen aus der Region.

Hinweise

Viele traditionelle Gerichte werden hauptsächlich in Privathaushalten und im Rahmen religiöser Feierlichkeiten zubereitet. Sie stehen daher nicht ständig auf den Speisekarten der örtlichen Gaststätten. Gute Gelegenheiten zum Probieren bieten die Fiesta del Maíz im März oder April, die Feria de Ixtenco im Juni und die monatlichen Matuma-Feiern. Auf Märkten und an einfachen Imbissständen werden außerdem Tlacoyos, Quesadillas, Tamales und andere Maisgerichte angeboten.

Feste und Feierlichkeiten

Feste und Feierlichkeiten

Das Festjahr Ixtencos wird von katholischen Feiertagen, otomischen Traditionen und dem landwirtschaftlichen Jahreslauf geprägt.

Januar – Jahrestag der Ortsgründung

Am 8. Januar erinnert Ixtenco an seine Gründung im Jahr 1532. Die kommunale Gedenkfeier umfasst gewöhnlich einen offiziellen Festakt und kulturelle Beiträge. Es werden auch otomische Rituale und weitere Veranstaltungen organisiert.

Februar oder März – Karneval

Der Karneval findet abhängig vom Ostertermin im Februar oder März statt. Tanzgruppen, die sogenannten Camadas, führen auf den Straßen und Plätzen verschiedene traditionelle Tänze auf. Ihre Mitglieder treten als Huehues in bestickter Festkleidung und mit Hüten aus Palmblättern auf. Begleitet werden die Tänze von Blaskapellen. Die Kleidung unterscheidet sich von den Masken- und Federkostümen vieler anderer Karnevalsorte in Tlaxcala und greift Elemente der örtlichen Yuhmu-Kultur auf.

März oder April – Fiesta del Maíz „Ngo R’o Dethä“

Die seit 2011 veranstaltete Fiesta del Maíz widmet sich den einheimischen Maissorten und dem landwirtschaftlichen Wissen der Yuhmu. Bauern präsentieren Mais in unterschiedlichen Farben und regionale Samen. Zum Programm gehören Ausstellungen und Verkaufsstände, Vorträge, Musik- und Tanzveranstaltungen sowie traditionelle Speisen und Getränke auf Maisbasis.

Das Fest findet meist im März oder April statt. Der genaue Termin und die Dauer werden für jedes Jahr neu festgelegt.

Juni – Feria de Ixtenco und Patronatsfest San Juan Bautista

Im Juni wird zu Ehren des Schutzpatrons Johannes des Täufers eine Festwoche begangen. Der wichtigste Festtag ist der 24. Juni. Zu den traditionellen Bestandteilen gehören Gottesdienste, Prozessionen, Blasmusik und Feuerwerk. In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni werden Straßen und Kircheneingänge mit Bildern und Ornamenten aus gefärbtem Sägemehl, Blüten und Samen geschmückt. Bei der Prozession am folgenden Tag wird das Bildnis Johannes des Täufers über diese Festteppiche getragen.

Weitere Feiertage

Auch die Karwoche, der Tag der Toten, die mexikanischen Unabhängigkeitsfeiern am 15. und 16. September, das Fest der Jungfrau von Guadalupe am 12. Dezember sowie die Posadas vor Weihnachten werden in Ixtenco begangen.

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung in Ixtenco

Jahr Bevölkerung gesamt davon Frauen davon Männer Veränderung
2020 7.436 3.849 3.587 10,31%
2010 6.741 3.518 3.223 16,00%
2000 5.811 3.027 2.784 8,50%
1990 5.356 2.781 2.575  

Religion in Ixtenco

Die Bevölkerung ist überwiegend katholisch. Bei der letzten INEGI-Volkszählung im Jahr 2020 ergab sich folgende Verteilung:

Katholisch 6.346 Personen
Protestantisch 749 Personen
Andere Religionen 1 Personen
keine Religionszugehörigkeit 334 Personen

Gemeinde (municipio): Ixtenco

Ixtenco ist der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde.  Im Jahr 2020 hatte die Gemeinde 7.504 Einwohner, davon 3.882 weibliche und 3.622 männliche Personen.

INEGI – Municipios

economia.gob.mx – Statistiken über die Gemeinde

Fläche und Landnutzung

Fläche und Landnutzung

Das Municipio Ixtenco umfasst eine Fläche von rund 44,2 Quadratkilometern und nimmt damit etwa 1,1 Prozent des Bundesstaates Tlaxcala ein.

Die letzte verfügbare prozentuale Aufschlüsselung der Landnutzung stammt aus dem geografischen Gemeindekompendium des INEGI von 2010. Danach werden 84,74 Prozent des Gemeindegebietes landwirtschaftlich genutzt. Weitere 8,47 Prozent entfallen auf Siedlungsflächen. Gras- und Weideland nimmt 6,36 Prozent ein, während 0,43 Prozent als Wald ausgewiesen sind.

Sehenswürdigkeiten, Attraktionen und Museen

Der kleine Ort Ixtenco, am Fuß des Vulkans La Malinche, gilt als wichtiges Zentrum der otomischen Kultur in Tlaxcala. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehören die Pfarrkirche San Juan Bautista, die historischen Bauwerke an der Plaza de la Constitución und das Gemeindemuseum zur Kultur der Yuhmu. Traditionelle Stickereien, Kunstwerke aus verschiedenfarbigen Samen und die vom Maisanbau geprägte Küche ergänzen das kulturelle Angebot.

SehenswertesMuseenArchäologische Stätten

Sehenswertes in Ixtenco

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Ixtencos liegen im historischen Ortszentrum und lassen sich bei einem kurzen Rundgang erkunden. Rund um die Plaza de la Constitución befinden sich mehrere historische Bauwerke, die von der kolonialzeitlichen Geschichte und den religiösen Traditionen des Ortes zeugen.

Historisches Zentrum und Plätze

Plaza de la Constitución - Hauptplatz

Plaza de la Constitución

Die Plaza de la Constitución bildet das Zentrum Ixtencos und eignet sich als Ausgangspunkt für einen Rundgang durch den Ort. Wie viele Hauptplätze mexikanischer Kleinstädte besitzt sie einen zentralen Musikpavillon, Grünflächen, Wege und Sitzbänke. An dem Platz befinden sich die Pfarrkirche San Juan Bautista, die Guadalupe-Kapelle, das Regionalmuseum und ein alter Brunnen (Fuente Antigua). Dieser gehört zu den geschützten historischen Bauwerken Ixtencos und erinnert an die frühere Wasserversorgung des Ortes.

Besichtigung: frei zugänglicher Platz

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Kirchen, Klöster und religiöse Bauwerke

Pfarrkirche San Juan Bautista

Parroquia de San Juan Bautista

Die Pfarrkirche San Juan Bautista (Johannes der Täufer) steht an der Plaza de la Constitución und ist das bedeutendste religiöse Bauwerk Ixtencos. Der heutige Kirchenbau entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts; daneben sind Teile eines älteren Gotteshauses erhalten. Die beiden Türme wurden aus grauem Naturstein errichtet. Im Inneren befinden sich mehrere neoklassizistische Altäre sowie eine Seitenkapelle und Gemälden aus dem Leben Christi. Zu besonderen Festtagen werden die Eingänge mit aufwendigen Bildern und Ornamenten aus Samen und Blüten geschmückt.

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Guadalupe-Kapelle

Capilla de la Virgen de Guadalupe

Die Guadalupe-Kapelle befindet sich an der Plaza de la Constitución und gehört zu den ältesten religiösen Bauwerken Ixtencos. Sie wurde vermutlich im 16. oder 17. Jahrhundert von Franziskanern errichtet. Das schlichte Gebäude besitzt ein steinernes Tonnengewölbe. Die Kapelle ist nicht regelmäßig für Besichtigungen geöffnet und kann meist nur während Gottesdiensten oder religiösen Feierlichkeiten betreten werden.

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Weitere Bauwerke und Sehenswürdigkeiten

Palacio Municipal - Rathaus

Palacio Municipal

Das gegenüber der Plaza de la Constitución gelegene Rathaus wurde im 19. Jahrhundert im neoklassizistischen Stil errichtet. Das eingeschossige Gebäude besitzt eine schlichte Fassade. Teile der ursprünglichen Raumstruktur und der alten Steinmauern sind erhalten. Der 1951 eingeweihte Uhrturm prägt die Vorderseite des Gebäudes. Das Palacio Municipal dient als Sitz der Gemeindeverwaltung und beherbergt zugleich das Regionalmuseum von Ixtenco.

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Märkte, Parks und Gärten

Mercado Municipal – Städtischer Markt

Mercado Municipal „8 de Enero“

Der Mercado Municipal ist der feste Gemeindemarkt Ixtencos. Die Marktstände bieten Obst, Gemüse, Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs sowie landwirtschaftliche Erzeugnisse und einzelne Kunsthandwerksprodukte an. Kleine Garküchen und Imbissstände servieren zudem mexikanische Snacks und einfache warme Gerichte.

Für einen Besuch eignet sich besonders der Vormittag, wenn die meisten Verkaufsstände geöffnet sind. Das Warenangebot und die Betriebszeiten der einzelnen Händler und Gastronomiestände können je nach Wochentag variieren.

Der Markt ist täglich von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet.

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Wochenmärkte und Kunsthandwerk

Wochenmärkte und Kunsthandwerk

Neben dem Mercado Municipal finden in Ixtenco weitere Märkte statt. Sie ergänzen das alltägliche Warenangebot und bieten Besuchern die Möglichkeit, traditionelle Handarbeiten und landwirtschaftliche Erzeugnisse aus dem Ort kennenzulernen.

Tianguis Artesanal

Auf dem Kunsthandwerksmarkt präsentieren lokale Kunsthandwerker ihre Erzeugnisse. Zum Angebot gehören insbesondere Blusen mit Pepenado-Stickerei, bestickte Gürtel, Bilder aus verschiedenfarbigen Samen, Schmuck und dekorative Arbeiten aus Maisblättern.

Der Markt wird auf der Plaza de la Constitución veranstaltet und findet in der Regel an Wochenenden und Feiertagen statt.

Dienstags-Tianguis

Der traditionelle Tianguis, der regelmäßige Wochenmarkt von Ixtenco, findet dienstags an der Calle 3 Oriente statt. Das Angebot umfasst Lebensmittel und landwirtschaftliche Erzeugnisse ebenso wie Kleidung, Haushaltswaren und verschiedene weitere Produkte. Der Markt vermittelt einen Einblick in das alltägliche Handelsleben des Ortes.

Sehenswertes und Aktivitäten in der Umgebung

Die Umgebung von Ixtenco wird von den Ausläufern des Vulkans La Malinche, landwirtschaftlich genutzten Ebenen und kleineren vulkanischen Erhebungen geprägt. Wanderungen führen zu Aussichtspunkten und durch bewaldete Berglandschaften. Darüber hinaus bieten sich Ausflüge zu einer historischen Hacienda an.

Cerro de Xalapasco

Cerro de Xalapasco

Der Cerro de Xalapasco erreicht eine Höhe von 2.752 Metern und besteht aus den Überresten eines inaktiven Vulkans nordöstlich von La Malinche. Charakteristisch sind mehrere flache Krater. Teile der Hänge sind mit Kiefern und Wacholder bewachsen, andere werden landwirtschaftlich genutzt. Wanderwege führen über die Erhebung und zu Aussichtspunkten mit Blick auf die umliegende Hochebene und die Vulkane Zentralmexikos.

Das Gebiet ist nur wenig touristisch erschlossen und verfügt weder über ein Besucherzentrum noch über eine durchgehend ausgeschilderte Wanderroute. Eine Wanderung sollte daher möglichst mit einem ortskundigen Führer unternommen werden. Festes Schuhwerk, Sonnen- und Regenschutz sowie ausreichend Trinkwasser sind erforderlich. Ein möglicher Zugang befindet sich etwa fünf Kilometer von Ixtenco entfernt.

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Nationalpark La Malinche

Parque Nacional La Malinche

Der Nationalpark La Malinche liegt westlich von Ixtenco und erstreckt sich über Teile der Bundesstaaten Tlaxcala und Puebla. Mittelpunkt des rund 46.100 Hektar großen Schutzgebietes ist der 4.420 Meter hohe Berg La Malinche, auch Matlalcuéyatl genannt. Seine Hänge sind von Kiefern-, Tannen- und Eichenwäldern geprägt, während in höheren Lagen alpine Gras- und Felslandschaften vorherrschen.

Der Nationalpark bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern und zur Naturbeobachtung. Auch Mountainbike- und Reitausflüge sowie anspruchsvollere Bergtouren bis zum Gipfel sind möglich. Die östlichen Ausläufer des Nationalparks liegen nur wenige Kilometer von Ixtenco entfernt.

Ausführliche Informationen finden sich in dem Beitrag:

Nationalpark La Malinche

Parque Nacional La Malinche   Lage und Daten   + Virtuelle Rundgänge, Videos und Fotos     Linkhinweise und Quellen

Hacienda San Antonio Cuauhtla

Hacienda San Antonio Cuauhtla

Die Ruinen der Hacienda San Antonio Cuauhtla liegen etwa vier Kilometer südlich von Ixtenco an der Straße nach Zitlaltepec. Die ehemalige Hacienda entstand im 18. Jahrhundert. Erhalten sind Teile der Steinmauern sowie Überreste des Turms, des Brunnens, einer Tränke, eines Wasserbeckens, der Stall- und Hofanlagen, des Getreidespeichers und der Kapelle.

Die frei zugänglichen Ruinen können jederzeit besichtigt werden. Das Gelände ist nicht touristisch erschlossen und besitzt keine Besuchereinrichtungen.

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Museen in Ixtenco

Ixtenco ist vor allem durch seine otomí geprägte Kultur und seine bis heute lebendigen Traditionen bekannt. Um die Geschichte, Sprache, Kunst und Identität der Gemeinde zu dokumentieren und zu bewahren, wurde das Museo Comunitario de la Cultura Yuhmu de Ixtenco, das Gemeindemuseum von Ixtenco, eingerichtet.

Gemeindemuseum von Ixtenco

Museo Comunitario de Ixtenco

Das Museum widmet sich der Geschichte und Kultur der otomí geprägten Gemeinde Ixtenco. Die Ausstellung dokumentiert lokale Traditionen, Sprache, Handwerk und Alltagskultur sowie die Bedeutung der Yuhmu-Identität für den Ort. Gezeigt werden unter anderem archäologische Fundstücke, historische Objekte, Textilien, Fotografien und Zeugnisse des Gemeindelebens.

Ausführliche Informationen zum Museum finden sich in dem Beitrag:

Gemeindemuseum der Yuhmu-Kultur von Ixtenco

Das Gemeindemuseum widmet sich der Geschichte, dem Alltagsleben und den kulturellen Traditionen der Yuhmu, der otomischen Bevölkerung Ixtencos. Die Sammlung entstand überwiegend durch die Mitarbeit […weiterlesen]

Museen im Bundesstaat Tlaxcala

Der Bundesstaat Tlaxcala besitzt eine überschaubare, aber vielseitige Museumslandschaft. Die Museen widmen sich vor allem der regionalen Geschichte, archäologischen Funden, kolonialer Kunst, religiösen Traditionen, Volkskunst und lokalen Handwerken. Neben der Hauptstadt Tlaxcala verfügen auch Orte wie Huamantla, Apizaco, Ixtenco, Tlaxco oder Atltzayanca über Museen

Ausführliche Informationen finden sich in dem Beitrag:

Museen im Bundesstaat Tlaxcala

Im Bundesstaat Tlaxcala befinden sich zahlreiche Museen, die unterschiedliche Aspekte der regionalen Geschichte, Kunst und Kultur dokumentieren. Sie widmen sich unter anderem der vorspanischen Vergangenheit, […weiterlesen]

Archäologische Stätten in der Umgebung

Von Ixtenco aus lassen sich mehrere archäologische Stätten im Bundesstaat Tlaxcala besuchen. Am nächsten liegen Tizatlán und Ocotelulco, die beide etwas mehr als 50 Kilometer entfernt sind und wichtige Einblicke in die vorspanische Geschichte Tlaxcalas geben. Tizatlán gehörte zu den bedeutenden Herrschaftszentren des alten Tlaxcala, während Ocotelulco vor allem durch archäologische Funde aus dem spätpostklassischen Tlaxcala bekannt ist.

Archäologische Stätte Ocotelulco

Zona Arqueológica de Ocotelulco

Ocotelulco liegt im Municipio Totolac, nur wenige Kilometer westlich von Tlaxcala-Stadt. Der Ort gehörte zur Zeit der spanischen Ankunft zu den vier bedeutenden Herrschaftszentren von Tlaxcallan und war Sitz des Herrschers Maxixcatzin. Zugleich spielte Ocotelulco als Handels- und Marktzentrum eine wichtige Rolle.

Bei Ausgrabungen wurde ein kleiner Tempel mit einem polychrom bemalten Altar freigelegt. Die erhaltenen Wandmalereien zeigen religiöse Motive und gehören zu den bedeutenden Beispielen tlaxcaltekischer Ritualkunst.

Weitere Informationen finden sich in dem Beitrag:

Archäologische Stätte „Ocotelulco“

Die archäologische Stätte liegt am nördlichen Stadtrand von Tlaxcala, direkt an der Dorfkirche von San Francisco Ocotelulco. Die Untersuchungen haben ergeben, dass es drei wichtige […weiterlesen]

Archäologische Stätte Tizatlán

Zona Arqueológica de Tizatlán

Tizatlán liegt nur wenige Kilometer nördlich von Tlaxcala-Stadt und gehörte zur Zeit der spanischen Ankunft zu den vier bedeutenden Herrschaftszentren von Tlaxcallan. Der Ort war Sitz von Xicohténcatl und spielte eine wichtige politische und militärische Rolle.

Besonders sehenswert sind die erhaltenen Reste des Palastbereichs sowie zwei polychrom bemalte Altäre. Ihre Darstellungen zeigen unter anderem Mictlantecuhtli, Tezcatlipoca und Camaxtli, eine der wichtigsten Gottheiten der Tlaxcalteken.

Weitere Informationen finden sich in dem Beitrag:

Archäologische Stätte „Tizatlán“

Tizatlán, dessen Name aus dem Nahuatl stammt und „Ort aus Kreide“ oder „Ort der weißen Erde“ bedeutet, befindet sich auf einer Erhebung im nordöstlichen Teil […weiterlesen]

Auch Cacaxtla und Xochitécatl können von Ixtenco aus als Tagesausflug besucht werden. Cacaxtla ist besonders für seine gut erhaltenen Wandmalereien bekannt, Xochitécatl für seine monumentalen Bauwerke und die zahlreichen weiblichen Tonfiguren

Archäologische Stätte Cacaxtla

Zona Arqueológica de Cacaxtla

Cacaxtla liegt im Municipio Nativitas südwestlich von Tlaxcala-Stadt und entwickelte sich vor allem zwischen 650 und 900 n. Chr. zu einem bedeutenden politischen, militärischen und wirtschaftlichen Zentrum der Region.

Besonders bekannt ist Cacaxtla für seine außergewöhnlich gut erhaltenen Wandmalereien. Die Darstellungen zeigen religiöse, kriegerische und mythologische Szenen und vereinen Einflüsse verschiedener mesoamerikanischer Kulturregionen.

Weitere Informationen finden sich in dem Beitrag:

Archäologische Stätte „Cacaxtla“

Die archäologische Zone befindet sich südwestlich der Stadt Tlaxcala, in der Gemeinde Natívitas. Die Stätte liegt auf einem Hügel, der mit Erdwällen und Gräben befestigt […weiterlesen]

Archäologische Stätte Xochitécatl

Zona Arqueológica de Xochitécatl

Xochitécatl liegt im Municipio Nativitas südwestlich von Tlaxcala-Stadt und war vor allem zwischen etwa 600 und 100 v. Chr. ein bedeutendes zeremonielles Zentrum. Die Anlage wurde auf dem Gipfel eines vulkanischen Hügels errichtet und später während der Epiklassik (ca. 650–900 n. Chr.) erneut genutzt.

Zu den wichtigsten Bauwerken gehören die Überreste von drei Pyramiden und einer Plattform. Bei den Ausgrabungen wurden zahlreiche weibliche Tonfiguren und Opfergaben gefunden. In der Forschung werden sie mit Vorstellungen von Fruchtbarkeit und rituellen Kulten in Verbindung gebracht.

Weitere Informationen finden sich in dem Beitrag:

Archäologische Stätte „Xochitécatl“

Die archäologische Zone befindet sich südwestlich der Stadt Tlaxcala, in der Gemeinde Natívitas, neben der Ausgrabungsstätte von Cacaxtla. Hierbei handelt es sich um ein zeremonielles […weiterlesen]

Archäologische Stätten im Bundesstaat Tlaxcala

Der Bundesstaat Tlaxcala besitzt mehrere bedeutende archäologische Stätten, die unterschiedliche Phasen der vorspanischen Geschichte dokumentieren. Besonders bekannt sind Cacaxtla und Xochitécatl, aber auch Tizatlán, Ocotelulco und Tecoaque-Zultepec geben wichtige Einblicke in die politische, religiöse und kulturelle Entwicklung der Region. Viele dieser Orte verfügen über eigene Site-Museen oder Ausstellungsbereiche, in denen Fundstücke präsentiert und die Geschichte der jeweiligen Stätte erläutert werden.

Entfernungen von Ixtenco
Archäologische Stätte Municipio Entfernung
Cacaxtla Nativitas ca. 72 km
Ocotelulco Totolac ca. 53 km
Tecoaque-Zultepec Calpulalpan ca. 100 km
Tizatlán Tlaxcala ca. 52 km
Xochitécatl Nativitas ca. 74 km

Ausführliche Informationen finden sich in dem Beitrag:

Archäologische Stätten in Tlaxcala

Der Bundesstaat Tlaxcala besitzt mehrere bedeutende archäologische Stätten, die unterschiedliche Epochen und Kulturen der vorspanischen Geschichte der Region dokumentieren. Zu den bekanntesten gehört Cacaxtla, das […weiterlesen]

Unterkünfte und Touren

In Ixtenco steht nur eine begrenzte Auswahl kleiner Unterkünfte zur Verfügung; weitere Übernachtungsmöglichkeiten befinden sich im nahe gelegenen Huamantla. Je nach Angebot können örtliche Führungen, Besuche bei Kunsthandwerkern sowie Wanderungen zum Cerro de Xalapasco und in den Nationalpark La Malinche organisiert werden.

Geführte Touren und AusflügeUnterkünfte

Lokale Tourenanbieter in Ixtenco

Geführte Besichtigungen können über die örtliche Tourismusstelle angefragt werden. Am Wochenende bietet das Museum kostenlose Führungen an. Regionale Tourenveranstalter organisieren nach vorheriger Anmeldung außerdem Rundgänge mit Besuchen der Kirche, Kunsthandwerksvorführungen und Einblicken in die Kultur und Küche der Yuhmu.

Geführte Touren bei GetYourGuide

Über GetYourGuide können je nach Angebot geführte Touren und Tagesausflüge in Tlaxcala und der umliegenden Region gebucht werden. Dazu gehören beispielsweise Ausflüge zu historischen Orten, landschaftlichen Zielen und weiteren Sehenswürdigkeiten im Bundesstaat.

GetYourGuide: Aktivitäten im Bundesstaat Tlaxcala*


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Unterkünfte in Ixtenco

Das Übernachtungsangebot in Ixtenco selbst ist begrenzt und besteht hauptsächlich aus einfachen kleinen Unterkünften und privat vermieteten Zimmern. Eine deutlich größere Auswahl an Hotels, Pensionen und Ferienunterkünften befindet sich im etwa neun Kilometer entfernten Huamantla und in dessen Umgebung.

Für einen Aufenthalt in der Natur bietet sich außerdem das Centro Vacacional IMSS Malintzi im Nationalpark La Malinche an. Die Anlage verfügt über Hütten für vier bis neun Personen, teilweise mit Küche und Kamin, sowie über einen Campingplatz, ein Restaurant und Freizeiteinrichtungen.

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Informationen zu Unterkünften in Mexiko, zum Hotelklassifizierungssystem oder weitere Suchmöglichkeiten gibt es unter: Unterkünfte in Mexiko

Reisehinweise, Links und Quellen

Reisehinweise

Die folgenden Reisehinweise geben einen Überblick über die medizinische Versorgung, Zahlungsmöglichkeiten, Internetzugang, Sprache und Sicherheit. Sie dienen der Vorbereitung des Aufenthalts und können je nach Reisezeit, Aufenthaltsdauer und persönlicher Situation unterschiedlich relevant sein.

Gesundheit

Gesundheit

  • Ärztliche Versorgung:
    In Ixtenco gibt es ein öffentliches Gesundheitszentrum und einzelne Apotheken. Für weiterführende Untersuchungen und Notfälle steht das etwa neun Kilometer entfernte Hospital General de Huamantla zur Verfügung. Das Krankenhaus besitzt eine rund um die Uhr geöffnete Notaufnahme. Spezialisierte medizinische Einrichtungen befinden sich m Großraum Tlaxcala.

  • Impfungen und Vorsorge:
    Für die direkte Einreise aus Deutschland sind grundsätzlich keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Die Standardimpfungen sollten vollständig und aktuell sein. Als Reiseimpfung wird insbesondere Hepatitis A empfohlen. Weitere Impfungen richten sich nach Aufenthaltsdauer, Reiseart und persönlichem Risiko.

  • Trinkwasser:
    Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Zum Trinken und möglichst auch zum Zähneputzen empfiehlt sich abgefülltes, gefiltertes oder abgekochtes Wasser.

  • Höhenlage und Klima:
    Ixtenco liegt auf einer Höhe von etwa 2.500 Metern und besitzt ein gemäßigtes, vergleichsweise kühles Hochlandklima. Besonders morgens, abends und während der Wintermonate können die Temperaturen deutlich absinken. Aufgrund der Höhenlage sollte auf ausreichenden Sonnenschutz geachtet werden. Wer nicht an größere Höhen gewöhnt ist, sollte körperliche Anstrengungen zu Beginn des Aufenthalts etwas ruhiger angehen.

Internet und Geld

Internet und Geld

  • Internet und Mobilfunk:
    Im Ortsgebiet ist Mobilfunk grundsätzlich verfügbar. Das Angebot an öffentlich zugänglichem WLAN ist aufgrund der geringen Zahl an Hotels und Cafés jedoch begrenzt. Am Cerro de Xalapasco, in ländlichen Gebieten, insbesondere bei Ausflügen in Richtung La Malinche, kann der Mobilfunkempfang schwächer oder zeitweise nicht vorhanden sein.

  • Geldautomaten und Banken:
    In Ixtenco befindet sich eine Bankfiliale mit einem Geldautomaten. Weitere Banken und Geldautomaten stehen in Huamantla zur Verfügung. Geldautomaten sollten möglichst tagsüber und vorzugsweise innerhalb von Banken oder Einkaufszentren genutzt werden.

  • Zahlungsmittel:
    Kredit- und Debitkarten werden fast überall akzeptiert, in Geschäften, Restaurants und bei den Unterkünften. Auf Märkten, an kleineren Verkaufsstände und für Trinkgelder empfiehlt es sich dennoch, etwas Bargeld mitzuführen.

Sprache

Sprache

  • Die Alltagssprache in Ixtenco ist Spanisch. Englisch wird nur vereinzelt gesprochen.

  • Einige einfache Sätze auf Spanisch sind daher hilfreich. Auch eine Übersetzungs-App mit heruntergeladenem Sprachpaket kann nützlich sein. (Siehe: Apps – Reise- und Alltagshilfen)

  • Ixtenco gilt als wichtigstes Zentrum der otomischen Kultur in Tlaxcala. Ein Teil der Bevölkerung bewahrt die örtliche Variante des Otomí, die auch als Yuhmu oder Yühmu bezeichnet wird.

Sicherheit

Sicherheit

Für Ixtenco und den Bundesstaat Tlaxcala besteht derzeit keine gesonderte Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Die Sicherheitslage in Mexiko kann sich jedoch regional und kurzfristig verändern. Vor Überlandfahrten und Ausflügen sollten deshalb die aktuellen Reisehinweise und örtlichen Nachrichten geprüft werden.

  • Überlandfahrten sollten möglichst bei Tageslicht und auf Hauptstraßen oder mautpflichtigen Autobahnen erfolgen. Unbelebte Rastplätze und Tankstellen sollten besonders nach Einbruch der Dunkelheit gemieden werden.

  • Wertsachen und Dokumente sollten sicher verwahrt und nicht sichtbar im geparkten Fahrzeug zurückgelassen werden. Auf Märkten und bei größeren Festveranstaltungen ist auf persönliche Gegenstände zu achten.

  • Die Auswahl an offiziellen Taxis ist in Ixtenco begrenzt. Fahrten sollten möglichst über die Unterkunft oder einen bekannten örtlichen Anbieter organisiert werden.

  • Bei Wanderungen und Bergtouren zum Cerro de Xalapasco und im Nationalpark La Malinche sollten markierte und häufig genutzte Wege bevorzugt werden. Für längere, abgelegene oder anspruchsvolle Touren empfiehlt sich eine organisierte Tour oder die Begleitung durch einen qualifizierten örtlichen Führer.

  • Während der Patronatsfeiern rund um den 24. Juni und bei anderen größeren Veranstaltungen kann es zu starkem Besucherandrang, Prozessionen und vorübergehenden Straßensperrungen kommen.

  • Vor dem Fotografieren von Personen, religiösen Zeremonien und Tätigkeiten innerhalb der otomischen Gemeinschaft sollte um Erlaubnis gebeten werden.

Tourismusinformationen

Ixtenco – Gobierno Municipal
Offizielle Webseite der Gemeindeverwaltung mit Informationen zur Geschichte, zu Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und kommunalen Angeboten
[Spanisch]

Secretaría de Turismo del Estado de Tlaxcala
Offizielle Tourismusseite des Bundesstaates Tlaxcala mit Informationen zu Ixtenco und weiteren Reisezielen der Region
[Spanisch]

México Desconocido – Ixtenco, Pueblo Mágico
Touristische Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Traditionen und Aktivitäten in Huamantla
[Englisch] | [Spanisch]

Wikipedia
Überblick zur Geschichte und weitere Informationen über den Ort und die Gemeinde
[Deutsch] | [Englisch] | [Spanisch]

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