Mexiko verfügt über eine bedeutende literarische Tradition, die weit über einzelne bekannte Namen hinausreicht. Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays und Theaterstücke mexikanischer Autorinnen und Autoren greifen Geschichte, Identität, Revolution, soziale Gegensätze, Mythologie, Stadtleben und politische Umbrüche auf. Die folgende Übersicht stellt ausgewählte Bücher mexikanischer Schriftstellerinnen und Schriftsteller vor.
Mexikanische Literatur im Überblick
Die mexikanische Literatur reicht weit über die gedruckte Buchkultur hinaus. Bereits vor der spanischen Eroberung gab es in Mesoamerika mündliche Erzähltraditionen, religiöse Gesänge, mythische Überlieferungen und bildschriftliche Aufzeichnungen.
Nach der Eroberung entstanden koloniale Chroniken, Missionsberichte und Texte, in denen die Geschichte Neuspaniens, indigene Kulturen und die Umbrüche der Kolonialzeit festgehalten wurden. Nach der Unabhängigkeit Mexikos im 19. Jahrhundert beschäftigte sich die Literatur zunehmend mit nationaler Identität, gesellschaftlicher Ordnung und dem Verhältnis zwischen Tradition und Moderne. Die Mexikanische Revolution wurde später zu einem zentralen Thema der Literatur. Romane, Erzählungen und Essays griffen Gewalt, soziale Ungleichheit, Landkonflikte, politische Macht und die Suche nach einem neuen Selbstverständnis des Landes auf.
Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die mexikanische Literatur zu einer der wichtigsten Literaturen Lateinamerikas. Die Autorinnen und Autoren setzten sich mit Erinnerung, Einsamkeit, indigener und mestizischer Identität, Stadtleben, Geschichte und gesellschaftlichen Widersprüchen auseinander. Ihre Werke verbinden häufig realistische Beobachtung mit symbolischen, mythologischen oder experimentellen Formen und haben die internationale Wahrnehmung mexikanischer Literatur wesentlich geprägt.
Auch die Gegenwartsliteratur Mexikos ist vielfältig. Sie beschäftigt sich häufig mit Migration, Gewalt, Familie, Erinnerung, Stadtleben und sozialen Gegensätzen. Neben Romanen und Erzählungen sind auch Essays, Reportagen und literarische Chroniken wichtig. Viele heutige Autorinnen und Autoren verbinden mexikanische Themen mit internationalen Erfahrungen und neuen Erzählformen.
Mexikanische Schriftsteller und eine Auswahl ihrer Werke
Octavio Paz
Octavio Paz (1914–1998) war ein mexikanischer Dichter, Essayist und Diplomat. Er zählt zu den bedeutendsten Stimmen der mexikanischen und lateinamerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts und erhielt 1990 den Nobelpreis für Literatur. In seinen Essays und Gedichten beschäftigte er sich mit Identität, Geschichte, Sprache, Moderne, Liebe, Kunst und dem Verhältnis Mexikos zu seinen kulturellen Wurzeln.
Das Labyrinth der Einsamkeit
Das Labyrinth der Einsamkeit
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In diesem Essay untersucht Octavio Paz Fragen mexikanischer Identität, Geschichte und Kultur. Er verbindet historische Betrachtungen mit philosophischen und literarischen Reflexionen und fragt danach, wie Kolonialzeit, indigene Herkunft, Moderne und gesellschaftliche Masken das Selbstbild Mexikos geprägt haben. Das Buch gilt als eines der bekanntesten Werke zur Deutung mexikanischer Kultur.
Autor: Octavio Paz
Übersetzer: Carl Heupel
Sprachen: Deutsch, Spanisch
Formate: Gebundenes Buch, Taschenbuch
Spanischer Originaltitel: El laberinto de la soledad
Erschienen 1950, Ediciones Cuadernos Americanos, 195 Seiten, 1. Auflage
Zuletzt erschienene Ausgabe: 2020, Fondo de Cultura Económica, 176 Seiten, 5. Auflage
Deutscher Titel: Das Labyrinth der Einsamkeit
Erschienen 1970, Walter Verlag, 170 Seiten, 1. Auflage, Gebundenes Buch
Erste Taschenbuchausgabe: 1998, Suhrkamp Verlag, 219 Seiten, 1. Auflage
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Das fünfarmige Delta: Gedichte in Spanisch und Deutsch
Das fünfarmige Delta
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Der zweisprachige Gedichtband Das fünfarmige Delta versammelt fünf lange Poeme Octavio Paz’ und stellt sie dem deutschen Text gegenüber. Enthalten sind unter anderem Sonnenstein, Weiß und Nachtstück von San Ildefonso. Der Band zeigt Paz als Lyriker, dessen Gedichte sich mit Zeit, Sprache, Erinnerung, Liebe, Geschichte und Wahrnehmung auseinandersetzen. Durch die zweisprachige Ausgabe eignet sich das Buch besonders für Leserinnen und Leser, die Paz’ poetische Sprache auch im spanischen Original nachvollziehen möchten.
Autor: Octavio Paz
Übersetzer: Fritz Vogelgsang und Rudolf Wittkop
Sprachen: Deutsch, Spanisch
Formate: Taschenbuch, Gebundenes Buch
Spanischer Titel: Delta de cinco brazos
Erschienen 1994, Círculo de Lectores / Galaxia Gutenberg, 123 Seiten, 1. Auflage
Deutscher Titel: Das fünfarmige Delta – Gedichte in Spanisch und Deutsch
Erschienen 2000, Suhrkamp Verlag, 213 Seiten, 1. Auflage, zweisprachige gebundene Ausgabe
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Carlos Fuentes (1928–2012) war ein mexikanischer Schriftsteller, Essayist und Diplomat. Er zählt zu den wichtigsten Autoren Mexikos im 20. Jahrhundert und zu den prägenden Stimmen des lateinamerikanischen Literaturbooms. In seinen Romanen und Essays beschäftigte er sich immer wieder mit mexikanischer Geschichte, politischer Macht, Revolution, Erinnerung, Identität und dem Verhältnis zwischen Mexiko, Europa und den USA.
Die fünf Sonnen Mexikos - Ein Lesebuch für das 21. Jahrhundert
Die fünf Sonnen Mexikos
Verlag
Die fünf Sonnen Mexikos‹ ist das Buch der Bücher von Carlos Fuentes. In seiner persönlichen Auswahl aus den frühen großen Romanen wie ›Terra nostra‹, den berühmten Erzählungen und politischen Essays entwirft er ein weit gefächertes Panorama: von den Azteken bis zu der Jungfrau von Guadeloupe und den Aufständischen von Chiapas. Dieser Band nimmt den Leser mit auf eine leidenschaftliche Reise durch ein Jahrtausend und in ein Land von unerschöpflicher Vitalität. »Alle Zeiten sind in einer vereint, die Vergangenheit jetzt, die Gegenwart jetzt, die Zukunft jetzt. Mexiko ist das Bild einer nie ruhenden Schöpfung, denn ihre Arbeit ist nicht vollendet. (Verlag)
Autor: Carlos Fuentes
Übersetzer: Lisa Grüneisen
Sprachen: Deutsch, Spanisch
Formate: Gebundenes Buch
Spanischer Originaltitel: Los cinco soles de México – Memoria de un milenio
Erschienen 2000, Seix Barral, 432 Seiten, 1. Auflage
Deutscher Titel: Die fünf Sonnen Mexikos – Ein Lesebuch für das 21. Jahrhundert
Erschienen 2010, S. Fischer Verlag, 544 Seiten, 1. Auflage
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Die junge Laura wächst im Mexiko des beginnenden 20. Jahrhunderts auf. Der fortwährende Kampf um mehr Freiheit und Gerechtigkeit im eigenen Land bestimmt auch ihr Leben. Von der unglücklichen, frühen Ehe mit dem Revolutionär Juan Francisco bis zur Bekanntschaft mit Diego Rivera und Frida Kahlo spiegelt das Schicksal Lauras das Auf und Ab unseres Jahrhunderts wider. „Die Jahre mit Laura Diaz“ wurde von der Zeitung El Pais zu „dem“ spanischsprachigen Roman des 20. Jahrhunderts erklärt. (Verlag)
Autor: Carlos Fuentes
Übersetzer: Ulrich Kunzmann
Sprachen: Deutsch, Spanisch
Formate: Taschenbuch
Spanischer Originaltitel: Los años con Laura Díaz
Erschienen 1999, Alfaguara, 600 Seiten, 1. Auflage
Deutscher Titel: Die Jahre mit Laura Díaz
Erschienen 2000, Deutsche Verlags-Anstalt, 559 Seiten, 1. Auflage
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Rosario Castellanos (1925–1974) war eine mexikanische Schriftstellerin, Journalistin, Hochschullehrerin und Diplomatin. Sie zählt zu den wichtigsten Autorinnen Mexikos im 20. Jahrhundert. In ihrem Werk beschäftigte sie sich besonders mit der Stellung der Frau, mit patriarchalen Gesellschaftsordnungen, indigener Bevölkerung, sozialer Ungleichheit und dem Leben in Chiapas.
Die Tugend der Frauen von Comitán
Die Tugend der Frauen von Comitán
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Die Tugend der Frauen von Comitán ist die deutsche Ausgabe der Novelle El viudo Román, die ursprünglich in dem Band Los convidados de agosto erschien. Die Handlung spielt in der Provinzgesellschaft von Comitán in Chiapas und erzählt von Ehre, Jungfräulichkeit, familiärem Ansehen und männlicher Macht. Castellanos beschreibt diese Welt mit Ironie und Schärfe und macht sichtbar, wie stark Frauen durch gesellschaftliche Erwartungen und patriarchale Regeln eingeschränkt werden.
Autor: Rosario Castellanos
Übersetzer: Petra Strien-Bourmer
Sprachen: Deutsch, Spanisch
Formate: Taschenbuch, Gebundenes Buch
Spanischer Originaltitel: El viudo Román
Erschienen 1964 im Erzählband Los convidados de agosto, Ediciones Era, 1. Auflage
Deutscher Titel: Die Tugend der Frauen von Comitán
Erschienen 1998, Suhrkamp Verlag, 113 Seiten, 1. Auflage
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Die neun Wächter ist die deutsche Ausgabe von Rosario Castellanos’ Roman Balún Canán. Der Roman erschien im Original 1957 und spielt in Balún-Canán, einer Stadt in Chiapas nahe der Grenze zu Guatemala. Im Mittelpunkt stehen alltägliche Ereignisse, die von den Spannungen zwischen zwei gegensätzlichen Welten geprägt sind: der Welt der weißen bzw. ladinischen Oberschicht und der indigenen Chontal-Bevölkerung. Anhand verschiedener Figuren erzählt Castellanos von Familie, Macht, sozialer Ungleichheit und einem alten Konflikt zwischen Bevölkerungsgruppen, deren Zusammenleben von Abhängigkeit, Misstrauen und Gewalt geprägt ist.
Autor: Rosario Castellanos
Übersetzer: Fritz Vogelgsang, mit einem Nachwort von Elena Poniatowska
Sprachen: Deutsch, Spanisch
Formate: Taschenbuch
Spanischer Originaltitel: Balún Canán
Erschienen 1957, Fondo de Cultura Económica, 292 Seiten, 1. Auflage
Deutscher Titel: Die neun Wächter
Erschienen 1962, Insel Verlag, 282 Seiten, 1. Auflage
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Juan Rulfo (1917–1986) war ein mexikanischer Schriftsteller, Fotograf und Drehbuchautor. Obwohl sein literarisches Werk schmal ist, zählt er zu den einflussreichsten Autoren Lateinamerikas. In seinen Erzählungen und in dem Roman Pedro Páramo beschreibt er ländliche Regionen Mexikos, Armut, Gewalt, Erinnerung, Schuld und die Nachwirkungen der Revolution. Seine knappe, verdichtete Sprache und die Vermischung von Stimmen der Lebenden und der Toten machten ihn zu einem wichtigen Wegbereiter der modernen lateinamerikanischen Literatur.
Pedro Páramo
Pedro Páramo
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Der übermächtige Großgrundbesitzer Pedro Páramo hat in dem heruntergekommenen Dorf Comala „Ordnung“, Friedhofsruhe geschaffen. Doch die Toten reden sehr lebendig in ihren Gräbern weiter, erzählen seufzend von seinen Untaten, und die Lebenden scheinen schon lange tot zu sein. Die ferne Regierung kümmert sich nicht um Armut und Leid in dieser wüsten Einöde. Der junge Juan Preciado erzählt diese Geschichte – als postumen Monolog und im Dialog mit einer Bettlerin, neben der er im Grab liegt. Die Kraft dieses Romans liegt in seiner Prosa von strenger Schönheit, es bewegt und verzaubert. Der einzige Roman des Mexikaners Juan Rulfo beeinflußte die moderne lateinamerikanische Literatur wie sonst nur die Werke von Borges, García Márquez oder Onetti. (Verlag)
Autor: Juan Rulfo
Übersetzer: Mariana Frenk-Westheim (1958), Neuübersetzung von Dagmar Ploetz (2008)
Sprachen: Deutsch, Spanisch
Formate: Taschenbuch
Spanischer Originaltitel: Pedro Páramo
Erschienen 1955, Fondo de Cultura Económica, 156 Seiten, 1. Auflage
Deutscher Titel: Pedro Páramo
Erschienen 1958, Carl Hanser Verlag, 177 Seiten, 1. Auflage
Neuübersetzung: 2008, Carl Hanser Verlag, 176 Seiten, 1. Auflage
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Der Roman „Pedro Paramo“ und alle Erzählungen in einem Band
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Eine Wiederentdeckung: Rulfos bahnbrechender Roman „Pedro Páramo“ – sowie sämtliche Erzählungen in neuer Übersetzung von Dagmar Ploetz: Die Stimmen der Lebenden und der Toten kreuzen sich in seinen Büchern. Sie erzählen von der entsetzlichen Welle der Gewalt, die nach der Revolution über Mexiko hereingebrochen ist. Dörfer in der Wüste, die Steinhaufen gleichen, werden von Banditen und Despoten in Friedhöfe verwandelt. Ein bettelarmer Marktschreier gelangt dank seiner Kampfhähne zu Reichtum. Rulfo lotet die Abgründe des Menschlichen aus, mit seiner Ästhetik der Kargheit hat er Figuren von ungeheurer Intensität erschaffen, vor deren eindringlichen Stimmen es kein Entrinnen gibt. (Verlag)
Autor: Juan Rulfo
Übersetzer: Dagmar Ploetz
Sprachen: Deutsch
Formate: Gebundenes Buch, E-Book
Deutscher Titel: Unter einem ferneren Himmel – Gesammelte Werke
Erschienen 2021, Carl Hanser Verlag, 544 Seiten, 1. Auflage
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José Emilio Pacheco (1939–2014) war ein mexikanischer Schriftsteller, Dichter, Erzähler, Essayist und Übersetzer. Er zählt zu den wichtigen Stimmen der mexikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist geprägt von Erinnerung, Vergänglichkeit, Stadtleben, Geschichte, sozialer Beobachtung und einer klaren, oft zurückhaltenden Sprache. Pacheco schrieb Gedichte, Erzählungen, Romane, Essays und literarische Chroniken.
Kämpfe in der Wüste: Erzählungen
Kämpfe in der Wüste
ELEM
Der Band Kämpfe in der Wüste versammelt mehrere Erzählungen José Emilio Pachecos, darunter die bekannte Novelle Las batallas en el desierto (Schlachten in der Wüste). Im Mittelpunkt stehen häufig Alltagserfahrungen, Kindheit und Jugend, Erinnerung, Gewalt und die Veränderungen der mexikanischen Gesellschaft. Besonders Las batallas en el desierto zeichnet ein eindrückliches Bild von Mexiko-Stadt in der Nachkriegszeit, als Modernisierung, soziale Unterschiede und amerikanische Einflüsse das Leben der Stadt prägten.
Autor: José Emilio Pacheco
Übersetzer: Leopold Federmair, Maria Alejandra Rogel Alberdi
Sprachen: Deutsch, Spanisch
Formate: Taschenbuch
Die deutsche Ausgabe beruht auf zwei spanischen Werken, dem Erzählband El viento distante und der Kurznovelle Las batallas en el desierto.
Spanischer Titel: Las batallas en el desierto
Erschienen 1981, Ediciones Era, 68 Seiten, 1. Auflage
Deutscher Titel: Kämpfe in der Wüste – Erzählungen
Erschienen 1995, Residenz Verlag, 167 Seiten
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Früher oder später / Tarde o temprano ist eine zweisprachige Auswahl aus der Lyrik José Emilio Pachecos. Die deutsche Ausgabe enthält Gedichte aus den Jahren 1964 bis 2000 und stellt den spanischen Originaltext der deutschen Übersetzung gegenüber. Pachecos Gedichte kreisen um Zeit, Vergänglichkeit, Erinnerung, Natur, Geschichte und die Zerbrechlichkeit menschlicher Erfahrung. Der Band zeigt eine andere Seite des Autors, der in Deutschland vor allem durch seine Erzählprosa bekannt ist.
Das spanische Tarde o temprano ist eine große Sammlung von Pachecos Lyrik, die in verschiedenen Fassungen erweitert wurde.
Autor: José Emilio Pacheco
Übersetzer: Juana und Tobias Burghardt
Sprachen: Deutsch, Spanisch
Formate: Taschenbuch
Spanischer Titel: Tarde o temprano
Erschienen 1980, Fondo de Cultura Económica, 332 Seiten, 1. Auflage
Deutscher Titel: Früher oder später / Tarde o temprano – Gedichte 1964-2000
Erschienen 2011, Edition Delta, 235 Seiten, 1. Auflage, zweisprachige Ausgabe
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Elena Poniatowska (geb. 1932) ist eine mexikanische Schriftstellerin, Journalistin und Chronistin. Sie zählt zu den bedeutendsten Stimmen der mexikanischen Literatur und des literarischen Journalismus. In ihren Romanen, Interviews, Reportagen und Chroniken beschäftigt sie sich mit Geschichte, Kunst, Politik, sozialen Bewegungen, Frauenleben und den oft überhörten Stimmen der mexikanischen Gesellschaft.
Tinissima: Der Lebensroman der Tina Modotti
Tinissima
ELEM
Am 10. Januar 1929 wird der kubanische Kommunist Julio Antonio Mella an der Seite seiner Freundin Tina Modotti in Mexiko-Stadt ermordet. Ausgehend von diesem einschneidenden Ereignis erzählt die Autorin die Geschichte der Tina (Tiníssima) Modotti, die 1913 als Kind italienischer Einwanderer nach San Francisco kommt. Der Roman von Elena Poniatowska, die bei uns bekannt wurde vor allem durch ihren mittlerweile vergriffenen Testimonio Roman Jesusa. Ein Leben allem zum Trotz, in dem sie eine Zeitzeugin der mexikanischen Revolution zu Wort kommen läßt, die von der bewegten Geschichte einer Epoche erzählt, vom nachrevolutionären Mexiko, den 30er Jahren in Berlin und Moskau und vom spanischen Bürgerkrieg. Tina Modotti wird in dieser Zeit eine berühmte Fotografin und engagiert sich in der internationalen Roten Hilfe. Zurückgekehrt, stirbt sie unter bis heute ungeklärten Umständen 1942 in Mexiko-Stadt. Eine empfehlenswerte Biographie einer tragischen Gestalt, die sich angenehm unterscheidet von anderen, ikonenhaften Darstellungen. (ELEM)
Deutscher Titel: Tinissima – Der Lebensroman der Tina Modotti
Erschienen 1996, Suhrkamp Verlag, 464 Seiten, 1. Auflage
Zuletzt erschienene Ausgabe: 2022, Insel Verlag, 464 Seiten, 1. Auflage
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Frau des Windes - Das Leben der Leonora Carrington
Frau des Windes
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Frau des Windes ist ein biografischer Roman über die britisch-mexikanische Malerin und Schriftstellerin Leonora Carrington. Poniatowska erzählt von Carringtons Kindheit in England, ihrem Bruch mit gesellschaftlichen Erwartungen, ihrer Verbindung zum Surrealismus und ihrer Beziehung zu Max Ernst. Nach Flucht, Kriegserfahrung und psychischer Krise findet Carrington in Mexiko eine neue Heimat und entwickelt dort einen großen Teil ihres künstlerischen Werks. Der Roman verbindet Lebensgeschichte, Kunst, Exil und weibliche Selbstbehauptung.
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Laura Esquivel (geb. 1950) ist eine mexikanische Schriftstellerin, Drehbuchautorin und ehemalige Lehrerin. International bekannt wurde sie mit ihrem ersten Roman Bittersüße Schokolade, der Küche, Liebe, Familienkonflikte und magischen Realismus miteinander verbindet. In ihren Werken spielen häufig weibliche Lebenswege, Gefühle, Traditionen und gesellschaftliche Erwartungen eine wichtige Rolle.
Bittersüße Schokolade
Bittersüße Schokolade
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Bittersüße Schokolade ist der bekannteste Roman von Laura Esquivel. Die Geschichte spielt auf einer mexikanischen Ranch und erzählt vom Leben Titas, die nach einer Familientradition nicht heiraten darf, weil sie für ihre Mutter sorgen soll. Jedes Kapitel ist mit einem Rezept verbunden, wodurch Küche, Erinnerung, Gefühle und Familiengeschichte eng miteinander verknüpft werden. Der Roman verbindet Liebesgeschichte, magischen Realismus und mexikanische Esskultur und wurde auch durch seine Verfilmung international bekannt.
Autor: Laura Esquivel
Übersetzer: Petra Strien-Bourmer
Sprachen: Deutsch, Spanisch
Formate: Taschenbuch, E-Book
Spanischer Originaltitel: Como agua para chocolate
Erschienen 1989, Editorial Planeta Mexicana, 244 Seiten, 1. Auflage
Zuletzt erschienene spanische Ausgabe: 2025, Suma de Letras, 272 Seiten, gebundene Jubiläumsausgabe zum 35-jährigen Erscheinen des Romans.
Deutscher Originaltitel: Schäumend wie heiße Schokolade
Erschienen 1992, Insel Verlag, 278 Seiten, 1. Auflage
Deutscher Titel: Bittersüße Schokolade
Erschienen 1993, Insel Verlag, 279 Seiten, 1. Auflage
Zuletzt erschienene Ausgabe: 2011, Insel Verlag, 278 Seiten, Neuauflage
Letzte digitale Veröffentlichung: 2015, Insel Verlag, 278 Seiten, E-Book
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Fernanda Melchor (geb. 1982) ist eine mexikanische Schriftstellerin und Journalistin aus Veracruz. Sie zählt zu den wichtigsten Stimmen der mexikanischen Gegenwartsliteratur. In ihren Romanen und Chroniken schreibt sie über Gewalt, Armut, Machismo, soziale Ungleichheit, Ausgrenzung und das Leben in Regionen, die selten im Zentrum literarischer Aufmerksamkeit stehen.
Saison der Wirbelstürme
Saison der Wirbelstürme
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Saison der Wirbelstürme beginnt mit dem Fund einer Leiche in einem fiktiven Dorf namens La Matosa im mexikanischen Bundesstaat Veracruz. Aus verschiedenen Perspektiven entsteht nach und nach das Bild einer Gesellschaft, die von Armut, Gewalt, Gerüchten, Drogen, Misogynie und sozialer Ausweglosigkeit geprägt ist. Melchor erzählt in einer dichten, atemlosen Sprache und verbindet Kriminalfall, Dorfgeschichte und Gesellschaftsporträt. Der Roman machte die Autorin international bekannt und gilt als eines der wichtigsten Werke der neueren mexikanischen Literatur.
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Ángeles Mastretta (geb. 1949) ist eine mexikanische Schriftstellerin und Journalistin. In ihren Romanen und Erzählungen stehen häufig Frauen im Mittelpunkt, die sich gegen enge gesellschaftliche Erwartungen, traditionelle Rollenbilder und männlich geprägte Machtverhältnisse behaupten. Ihre Texte verbinden Humor, Sinnlichkeit, historische Bezüge und Gesellschaftskritik.
Frauen mit großen Augen
Frauen mit großen Augen
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Frauen mit großen Augen versammelt kurze Geschichten über Frauen im Mexiko der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mastretta erzählt von Figuren, die nicht nur Ehefrau, Mutter oder Hüterin des Hauses sein wollen, sondern eigene Wünsche, Leidenschaften und Entscheidungen entwickeln. Die Geschichten sind lebendig, oft ironisch und zugleich gesellschaftskritisch. Sie zeigen, wie Frauen innerhalb enger sozialer Regeln Handlungsspielräume finden und sich den Erwartungen ihrer Umgebung widersetzen.
Autor: Ángeles Mastretta
Übersetzer: Monika López
Sprachen: Deutsch, Spanisch
Formate: Taschenbuch, Gebundenes Buch, E-Book
Spanischer Originaltitel: Mujeres de ojos grandes
Erschienen 1990, Cal y Arena, 180 Seiten, 1. Auflage
Deutscher Titel: Frauen mit großen Augen
Erschienen 1992, Suhrkamp Verlag, 238 Seiten, 1. Auflage, gebundenes Buch
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Jorge Ibargüengoitia (1928–1983) war ein mexikanischer Schriftsteller, Dramatiker und Journalist. Er gilt als einer der wichtigsten Satiriker der mexikanischen Literatur. In seinen Romanen und Erzählungen nahm er nationale Mythen, politische Macht, Revolutionshelden, Provinzgesellschaft und bürgerliche Fassaden mit trockenem Humor und scharfer Ironie in den Blick.
Augustblitze
Augustblitze
Verlag
Augustblitze ist der ersten Roman von Jorge Ibargüengoitia. Der Roman parodiert Memoiren ehemaliger Revolutionsgeneräle und erzählt aus der Sicht eines pensionierten Militärs, der seine politische Rolle nachträglich rechtfertigen möchte. Dabei entsteht ein satirisches Bild des nachrevolutionären Mexikos, geprägt von Machtkämpfen, persönlicher Eitelkeit, Intrigen und dem Abstand zwischen offizieller Heldenerzählung und politischer Wirklichkeit.
Autor: Jorge Ibargüengoitia
Übersetzer: Peter Schwaar
Sprachen: Deutsch, Spanisch
Formate: Gebundenes Buch, Taschenbuch, Hörbuch
Spanischer Originaltitel: Los relámpagos de agosto
Erschienen 1964, Casa de las Américas, 116 Seiten, 1. Auflage
Deutscher Titel: Augustblitze
Erschienen 1992, Suhrkamp Verlag, 119 Seiten, 1. Auflage, gebundenes Buch in der Reihe Bibliothek Suhrkamp.
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Hier haben wir eine Auswahl an Bücherempfehlungen zusammengestellt, die sich mit verschiedenen Aspekten des faszinierenden Landes Mexiko beschäftigen. Durch diese informativen und spannenden Werke kann […weiterlesen]
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