Die archäologische Stätte liegt im Regenwald, nördlich von Valladolid und östlich von Mérida. Die ersten Spuren der Besiedlung reichen auf das Jahr 300 zurück. Ek Balam war in der frühen Kolonialzeit noch bewohnt, warum es aufgegeben wurde, ist nicht bekannt. Das 12 km² große Gebiet wurde von zwei Mauerringen umgeben, wobei man den inneren Ring, der eine Fläche von 1 km² umgibt, dem heiligen Zentrum zuordnet.
Das wichtigste Gebäude ist die so genannte Akropolis, dann gibt es noch die Ruinen einiger kleiner Tempel, Altäre und Wohngebäude.
Besuch und praktische Informationen
Adresse
Temozón, Yucatán
Die Stätte liegt in der Gemeinde Temozon, zwischen den Städten Tizimín und Valladolid.
Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag: 8:00 Uhr – 17:00 Uhr
Letzter Einlass: 16:00 Uhr
Eintritt
Neben dem von INAH erhobenen Eintrittsgeld erhebt der Bundesstaat Yucatán eine zusätzliche Gebühr.
Erwachsene national und Ausländer mit Wohnsitz in Mexiko: 242 MXN
(INAH-Eintritt: 105 MXN, Yucatán-Gebühr: 137 MXN)
Die Tickets können mit Kreditkarte oder in bar bezahlt werden.
Touren
Zu den Maya-Ruinen werden verschiedene Touren aus Mérida, Cancún, der Riviera Maya und Valladolid angeboten. Die Touren können über lokale Anbieter in den jeweiligen Orten oder vorab online gebucht werden.
Die folgende Übersicht zeigt die vom INAH veröffentlichten Besucherzahlen seit 2017.
Besucherzahlen
Jahr
Besucher national
Besucher international
Gesamt
2025
73.399
76.366
149.765
2024
67.194
79.037
146.231
2023
66.623
113.087
179.710
2022
53.569
98.820
152.389
2021
46.098
55.914
102.012
2020
22.738
28.842
51.580
2019
68.799
102.574
171.373
2018
70.103
122.487
192.590
2017
62.993
117.274
180.267
Quelle: INEGI/INAH
Mitteilungen und weitere Veröffentlichungen
Die folgenden Beiträge verschiedener Institutionen und Fachpublikationen bieten ergänzende Informationen zur archäologischen Stätte, ihrer Erforschung und Erhaltung. Die Veröffentlichungen sind nach Herausgebern geordnet und jeweils mit einer kurzen Inhaltsangabe und einem Link zum Originalbeitrag aufgeführt.
Nationales Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH)
29.10.2025 – Neue Erkenntnisse zur Bau- und Herrschaftsgeschichte von Ek Balam
Archäologische Untersuchungen und die Auswertung von Maya-Inschriften liefern neue Hinweise zur östlichen Akropolis und zur Regierungszeit von Ukit Kan Lek Took’. Eine Inschrift auf einem Gewölbedeckstein nennt ein Datum im Jahr 782.
07.02.2025 – Eine Herrscherin und ihr Gefangener: ein Stuckrelief in Ek Balam
Der Bildbeitrag stellt ein Relief an der Akropolis vor, auf dem eine als Herrscherin gedeutete Figur einen männlichen Gefangenen an den Haaren festhält.
30.11.2023 – Ein ehemaliger Wasserspeicher als Grabkammer
In einem unterirdischen Wasserspeicher, einem sogenannten Chultún, im östlichen Bereich der Akropolis wurden die Überreste zweier Menschen entdeckt. Der Fund belegt eine spätere Nutzung des Speichers als Bestattungsraum.
28.03.2023 – Fortschritte bei Erforschung und Erhaltung der Stätte
Die Mitteilung behandelt neu untersuchte Räume der Akropolis mit erhaltenem Fassadenschmuck sowie Arbeiten an einem Besucherzentrum und einem erneuerten Informationsbereich.
01.03.2023 – Neun Räume mit Stuckdarstellungen von Gefangenen entdeckt
In der östlichen Akropolis wurden neun Räume mit dekorierten Fassaden untersucht. Zu den erhaltenen Stuckreliefs gehören Darstellungen von vier Gefangenen und zwei Personen, die sie gefangen halten.
07.09.2022 – Beginn eines Projekts zur Erhaltung und Restaurierung von Ek Balam
Das Projekt umfasst die Sicherung und Restaurierung der Akropolis, insbesondere ihrer Stuckfassaden, Schlangendarstellungen, Inschriften und weiteren dekorativen Elemente.
24.09.2018 – Kalkmörtel und ihre Verwendung bei der Erhaltung von Ek Balam
Der Fachartikel untersucht historische Kalkmörtel der Akropolis und die Eignung verschiedener Mörtel für Konservierungsarbeiten an der Stätte.
Arqueología Mexicana – Fachzeitschrift und Onlineportal
Februar 2024 – Ek Balam: Chronologie und Überblick
Der Beitrag fasst die zeitliche Einordnung, die wichtigsten Bauwerke und die Bedeutung Ek Balams als Hauptstadt des Maya-Reiches Talol zusammen. Er erschien in der Sonderausgabe Nr. 113.
November–Dezember 2005 – Archäologische Entdeckungen in Ek Balam
Leticia Vargas de la Peña und Víctor Rogerio Castillo Borges erläutern die Erforschung der Akropolis, ihrer Stuckfassaden, Wandmalereien und Inschriften sowie des Königsgrabes von Ukit Kan Lek Tok’. Der Artikel erschien in Ausgabe Nr. 76.
November–Dezember 2005 – Die Hieroglyphen von Ek Balam
Alfonso Lacadena García-Gallo beschreibt die gemalten und in Stein gearbeiteten Inschriften sowie ihre Bedeutung für die Rekonstruktion der Dynastiegeschichte und die Erforschung der örtlichen Schreibtradition. Der Artikel erschien in Ausgabe Nr. 76.
September–Oktober 2005 – Die Fassade des oberen Tempels der Akropolis
Der Text behandelt die außergewöhnliche Fassadengestaltung und ihre Bedeutung für die politische und religiöse Repräsentation der Stadt. Der Onlinebeitrag ist ein Auszug aus einem Artikel von Adriana Velázquez Morlet und Enrique Nalda in Ausgabe Nr. 75.
Mai–Juni 1999 – Ek Balam: Eine Stadt beginnt ihre Geheimnisse preiszugeben
Leticia Vargas de la Peña und Víctor R. Castillo Borges stellen den damaligen Forschungsstand, die Stadtstruktur und Entdeckungen an den Plätzen, dem Ballspielplatz und der Akropolis vor. Der Artikel erschien in Ausgabe Nr. 37.
INAH (Instituto Nacional de Antropología e Historia)
Offizielle Informationen zur Geschichte, zu den freigelegten Strukturen sowie praktische Hinweise zum Besuch.
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SIC México (Sistema de Información Cultural)
Kurzüberblick mit Basisdaten und administrativen Angaben zur archäologischen Zone.
[Spanisch]
Wikipedia
Überblick zu Geschichte, Architektur und Forschung.
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Der Bundesstaat Yucatán ist bekannt für seine reiche Maya-Kultur und eine Vielzahl von archäologischen Stätten, die die Geschichte und Kultur dieser antiken Zivilisation offenbaren. Einige […weiterlesen]
Der Bundesstaat Yucatán liegt im Norden der gleichnamigen Halbinsel und grenzt an den Golf von Mexiko. Die weitgehend flache Landschaft besteht überwiegend aus porösem Kalkstein. […weiterlesen]
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