Archäologische Stätte „Dzibilchaltún“

Quelle: INAH

Die archäologische Stätte von Dzibilchaltún befindet sich nördlich von Mérida, bei der Ortschaft Chablekal. Dzibilchaltún war eines der großen Stadtzentren, die sich im Norden der Halbinsel Yucatán entwickelten und nimmt eine Fläche von 16 km² ein. Die Stadt war von ca. 500 v.Chr. bis zur Kolonialzeit besiedelt.

Untersuchungen haben über 8000 architektonische Bauten nachgewiesen und man schätzt, das sie zu ihrer Blütezeit etwa 40.000 Einwohner hatte. Das herausragendste Gebäude ist der Tempel der sieben Puppen. Hier wurden sieben Tonfiguren gefunden, die im örtlichen Museum ausgestellt sind.

Museum der Archäologischen Stätte

Im Museum (Museo Pueblo Maya) werden archäologische Exponate ausgestellt, die dreitausend Jahre der Entwicklung der Maya-Kultur zusammenfassen. Die Sammlung besteht aus Gegenständen des täglichen und rituellen Gebrauchs, wie Keramiken, bearbeitete Steine, Stelen, zivile und religiöse Skulpturen, Kleidung und andere Textilien. Die kulturelle Entwicklung der Mayas wird erläutert anhand von Plastik, Architektur, Sprache, Kleidung, Religion, soziale Bräuche und Wissenschaften.

Das Museum gehört zum Museumsnetzwerk des Nationalen Institutes für Anthropologie und Geschichte (INAH).

Besuch und praktische Informationen


Adresse

Zona Arqueológica de Dzibilchaltún
Carr. a Chablekal km 6.5
CP 97310 Dzibilchaltún, Mérida, Yucatán

Die Entfernung von Mérida beträgt ca. 15 km.

Öffnungszeiten

Montag: geschlossen

Dienstag bis Sonntag: 8:00 Uhr – 16:00 Uhr

Letzter Einlass: 15:00 Uhr

Eintritt

Erwachsene international und national: 105 MXN

Die Tickets können mit Kreditkarte oder in bar bezahlt werden.

(Besichtigung der archäologischen Stätte und des Museums)

Touren

Zu den Ruinen werden Touren aus Mérida angeboten. Die Touren können über lokale Anbieter oder vorab online gebucht werden.

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Besucherzahlen der archäologischen Stätte

Die folgende Übersicht zeigt die vom INAH veröffentlichten Besucherzahlen seit 2017.

Besucherzahlen
Jahr Besucher national Besucher international Gesamt
2025 40.299 9.496 49.795
2024 8.752 2.660 11.412
2023 54.738 10.070 64.808
2022 31.156 7.486 38.642
2021 35.545 2.788 38.333
2020 29.116 11.864 40.980
2019 132.510 32.790 165.300
2018 116.759 32.797 149.556
2017 99.137 39.814 138.951

Quelle: INEGI/INAH

Mitteilungen und weitere Veröffentlichungen

Die folgenden Beiträge verschiedener Institutionen und Fachpublikationen bieten ergänzende Informationen zur archäologischen Stätte, ihrer Erforschung und Erhaltung. Die Veröffentlichungen sind nach Herausgebern geordnet und jeweils mit einer kurzen Inhaltsangabe und einem Link zum Originalbeitrag aufgeführt.

Nationales Institut für Anthropologie und Geschichte - INAH

20. Juli 2026 – Die Geschichte Dzibilchaltúns im neuen Museum von Ichkaantijoo
Die Mitteilung stellt das neue Standortmuseum vor, dessen Ausstellung die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner behandelt. Im Mittelpunkt stehen archäologische Forschungen der vergangenen 25 Jahre und die Herrscherfamilie um Kalonché Uk’uuw Chan Chaahk.

[Originalmitteilung im Presseportal der Secretaría de Cultura – Spanisch]

26.März.2024 – Unterwasserforschung in einer Höhle des Cenote Xlacah
Der Beitrag stellt Funde aus dem Cenote Xlacah vor, darunter Keramik, menschliche und tierische Knochen sowie bearbeitete Steine von vorspanischen Gebäuden.

[Originalbeitrag des INAH – Spanisch]

26.September 2023 – Maya-Symbolik und Geschichte auf einem Hirschknochen
Ein mit Darstellungen und Schriftzeichen verzierter Hirschknochen aus der Grabausstattung eines Herrschers von Dzibilchaltún gibt Einblicke in die religiösen Vorstellungen und die Herrschaftsgeschichte der Stadt.

[Originalbeitrag des INAH – Spanisch]

21. August 2023 – Der Tempel der Sieben Puppen und die Sonne
Das INAH erläutert die Architektur des Tempels, die Herkunft seines Namens und den Lichteinfall durch seine nach Osten und Westen ausgerichteten Türen.

[Originalbeitrag des INAH – Spanisch]

8. Juni 2023 – Grundsteinlegung für das neue Standortmuseum
Das INAH berichtet über die Grundsteinlegung am 5. Juni 2023 und die geplante Neugestaltung des Museums. Die Ausstellung soll neuere Forschungsergebnisse zur Stadtgeschichte berücksichtigen und Teil des überarbeiteten Besuchsrundgangs werden.

[Originalmitteilung des INAH – Spanisch]

28. April 2023 – Eine katholische Kapelle in einer ehemaligen Maya-Stadt
Der Beitrag beschreibt die Ende des 16. Jahrhunderts von Franziskanern errichtete offene Kapelle auf dem zentralen Platz von Dzibilchaltún und ihre Funktion bei der Christianisierung der indigenen Bevölkerung.

[Originalbeitrag des INAH – Spanisch]

2. Februar 2023 – Erhaltung bedeutender Bauwerke von Dzibilchaltún
Restauratoren erläutern ihre Arbeiten am Tempel der Sieben Puppen, an der älteren Baustruktur 44 und an der offenen Kapelle. Behandelt werden die Sicherung und Konservierung erhaltener Stuckdekorationen und Oberflächen.

[Originalmitteilung des INAH – Spanisch]

27.09.2022 – Archäologische Funde im Cenote Xlacah
In einer seitlichen Höhle des Cenote wurden bearbeitete Steine entdeckt, die vermutlich zu vorspanischen Gebäuden gehörten; weitere Funde umfassen Keramik sowie menschliche und tierische Knochen.

[Originalbeitrag des INAH – Spanisch]
Arqueología Mexicana – Fachzeitschrift und Onlineportal

Februar 2024 – Dzibilchaltún: Chronologie und bedeutende Bauwerke
Enrique Vela stellt die lange Besiedlungsgeschichte und die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt vor. Der Überblick behandelt außerdem den Tempel der Sieben Puppen, den Cenote Xlacah und weitere zentrale Bereiche. Er stammt aus der Sonderausgabe 113.

[Originalartikel von Arqueología Mexicana – Spanisch]

Januar–Februar 2022 – Erforschung und Erhaltung monumentaler Gebäude
Rubén Maldonado Cárdenas und Ángel Góngora Salas erläutern die Forschungsgeschichte der Stätte und konservatorische Arbeiten am Tempel der Sieben Puppen. Der Beitrag behandelt Schäden an Mauern, Türstürzen und Dachflächen sowie Maßnahmen zu ihrer Sicherung.

[Originalartikel von Arqueología Mexicana – Spanisch]

Januar–Februar 2022 – Die Struktur 46 an der Südplaza
Der Beitrag beschreibt die Ausgrabung und Restaurierung des großen Tempelbaus an der Südplaza. Erläutert werden seine Architektur, eine ältere überbaute Struktur und die Sicherung der abgestuften Mauern. Wie der vorangehende Beitrag ist er ein Auszug aus dem Artikel in Ausgabe 172, Seiten 50–55.

[Originalartikel von Arqueología Mexicana – Spanisch]

2018 – Funde in einer Seitenhöhle des Cenotes Xlacah
Der vom INAH übernommene Bericht beschreibt Funde während der Reinigung des Cenotes. In einer Seitenhöhle wurden bearbeitete Steine, Keramik sowie menschliche und tierische Knochen dokumentiert. Ein genaues Veröffentlichungsdatum ist auf der Artikelseite nicht ausgewiesen.

[Beitrag im Onlineportal von Arqueología Mexicana – Spanisch]

Januar–Februar 2007 – Der Cenote Xlacah und die Entwicklung Dzibilchaltúns
Rubén Maldonado Cárdenas erläutert die Bedeutung des Cenotes für die Wasserversorgung und die Besiedlung der Stadt. Archäologische Funde und die Geschichte der Unterwassererkundungen ergänzen den Beitrag aus Ausgabe 83, Seiten 46–49.

[Originalartikel von Arqueología Mexicana – Spanisch]

Linkhinweise und Quellen

Informationen zur archäologischen Stätte

INAH (Instituto Nacional de Antropología e Historia)
Offizielle Informationen zur Geschichte, zu den freigelegten Strukturen sowie praktische Hinweise zum Besuch
[Englisch] | [Spanisch]

SIC México (Sistema de Información Cultural)
Kurzüberblick mit Basisdaten und administrativen Angaben zur archäologischen Zone
[Spanisch]

Wikipedia
Überblick zu Geschichte, Architektur und Forschung
[Deutsch] | [Englisch] | [Spanisch]

YouTube

Dzibilchaltún, Yucatán, Zona Arqueológica (México Arqueológico, 5:51 min, 2018)

Zona Arqueológica de Dzibilchaltún (INAH-TV, 5:30 min, 2010)

Informationen zum Museum

INAH (Instituto Nacional de Antropología e Historia)
Offizielle Informationen zur Ausstellung sowie praktische Hinweise zum Besuch
[Englisch] | [Spanisch]

SIC México (Sistema de Información Cultural)
Kurzüberblick mit Basisdaten und administrativen Angaben zum Museum
[Spanisch]

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