Feiertage und Festtage in Mexiko

Foto: Mexico-Info

Aktualisiert: Januar 2019

Die gesetzlichen und regionalen Feier- und Festtage in Mexiko sind entweder religiös geprägt oder eng mit der Geschichte des Landes verbunden. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von regionalen Festen, zum Beispiel zur Verehrung des lokalen Schutzpatrons oder zur Verehrung der Natur. Hier vermischen sich oft alte Bräuche und Riten der indigenen Ureinwohner mit den eingeführten religiösen Gebräuchen der Einwanderer.

Ob ein Feiertag auch ein arbeitsfreier Tag ist, hängt von der Gesetzgebung des jeweiligen Bundesstaates ab. Fällt ein Feiertag auf ein Wochenende und ist er ein arbeitsfreier Tag, dann wird er am Freitag oder Montag begangen.

https://www.timeanddate.de – Termine 2019

Hier die wichtigsten Feier- und Festtage im Überblick

 ➡ Januar  ➡ April  ➡ Juli  ➡ Oktober
 ➡ Februar  ➡ Mai  ➡ August  ➡ November
 ➡ März  ➡ Juni  ➡ September  ➡ Dezember
 

 

Feier- und Festtage im Januar

1. Januar – Año Nuevo – Neujahr – gesetzlicher Feiertag

Wie in den meisten Ländern der Welt beginnt das Neue Jahr mit dem 1. Januar. Auch in Mexiko gibt es zahlreiche Bräuche, um das Neue Jahr zu begrüßen und Vorsätze und Wünsche zu offenbaren.

Am Neujahrstag beispielsweise tragen viele Mexikaner rote und gelbe Unterwäsche. Rot, um Glück in der Liebe zu haben und Gelb, um im neuen Jahr genug Geld zu haben bzw. erfolgreich Geschäfte abzuschließen.


6. Januar – Los Reyes Magos – Heilige Drei Könige – kein Feiertag

Auch in Mexiko wird, wie in fast allen hispanischen Ländern, der Dreikönigstag gefeiert, was besonders die Kinder freut. Gemäß der historischen Überlieferung, wonach das Jesuskind am 6. Januar von den heiligen drei Königen Geschenke erhielt, bekommen in Mexiko die Kinder nicht an Weihnachten, sondern an diesem Tag Geschenke.

An diesem Tag isst man traditionell das Rosca de Reyes/ Roscón de Reyes  – ein Hefeteigkuchen mit kandierten Früchten, in dem kleine Jesusfiguren eingebacken werden. Wer in seinem Kuchen eine Figur findet, muss am 2. Februar zum Tamales-Essen einladen.

 

 

Feier- und Festtage im Februar

2. Februar – Dia de la Candelaria – Lichtmess – regionaler Feiertag

An diesem Tag finden in verschiedenen Regionen in Mexiko traditionelle Umzüge und Feste statt. Dabei vermischen sich oft prähispanische und europäische Traditionen. Zum einen ist es ein christliches Fest zu Ehren der Jungfrau von Candelaria, die symbolisch mit einem Leuchter bzw. einer Kerze Licht bringt.

Zum anderen ist es in vielen Dörfern üblich, das Saatgut für ein gutes Wachstum bzw. für eine gute Ernte segnen zu lassen. Nach dem aztekischen Kalender beginnt der landwirtschaftliche Zyklus und die Aussaat steht bevor.

An diesem Tag laden diejenigen, die in ihrem Kuchen zu Dreikönigstag eine Figur gefunden haben, zum Tamales-Essen ein. Überlieferungen belegen, dass bei den Azteken die Segnung des Saatgutes traditionell mit einem Fest und Tamales-Essen zu Ehren der Götter verbunden waren.


5. Februar – Día de la Constitución Mexicana – Tag der mexikanischen Verfassung – gesetzlicher Feiertag

An diesem Tag wird der Jahrestag der Verkündung der mexikanischen Verfassung vom 5. Februar 1917 begangen. Die Verfassung ist das Grundgesetz der Vereinigten Staaten von Mexiko und entstand als Ergebnis der mexikanischen Revolution. Sie war die erste Verfassung der Weltgeschichte, die soziale und politische Rechte verankerte, wie die Gleichstellung aller Mexikaner unabhängig von Rasse, Religion und gesellschaftlichem Status, das Recht auf Bildung, das Wahlrecht und das Eigentumsrecht. Nach der Verfassung sollte das Land als föderalistischer Staat aufgebaut werden, mit einem vom Volk gewählten Präsidenten. Ausserdem wurde die Trennung von Kirche und Staat in Mexiko geregelt. Bis heute wurde die Verfassung fast 200mal geändert.

Auch wenn der Jahrestag der 5. Februar ist, so wird der Feiertag immer am ersten Montag im Februar begangen.


14. Februar -El Dia del Amor y la Amistad – Valentinstag – kein Feiertag

In Mexiko wird der Valentinstag als „El Dia del Amor y la Amistad“, Tag der Liebe und der Freundschaft, betrachtet. Hier feiern also nicht nur die Liebenden, sondern es wird auch an Freunde, Familie, Kollegen und Bekannte gedacht. Diese verwöhnt man dann mit Geschenken, vor allem mit Süßigkeiten, aber auch anderem Kleinkram.


24. Februar – Día de la Bandera – Tag der Flagge – kein Feiertag

An diesem Tag wird die mexikanische Nationalflagge gefeiert. Die Farben sind grün, weiß und rot und das Wappen zeigt einen Adler, der auf einem Kaktus sitzt und eine Schlange verschlingt.

Die Bedeutung der Farben hat sich im Laufe der Zeit geändert. Früher stand Grün für die Unabhängigkeit von Spanien, Weiß für die katholische Religion und Rot für die Union zwischen Europa und Amerika. Durch die wirtschaftliche und politische Trennung von Kirche und Staat wurde unter Präsident Benito Juárez die Bedeutung der Farben geändert:  Grün steht für Hoffnung, Weiß für Einheit und Rot symbolisiert das Blut der Nationalhelden.

Der Legende nach, beauftragten die Götter die Azteken, die Stelle zu suchen, wo sie den Adler finden, der auf einem Kaktus sitzend die Schlange verschlingt. Die Azteken fanden die Stelle am Texcoco-See und gründeten die Stadt Tenochtitlan, das heutige Mexico-City.

Es finden zahlreiche Zeremonien statt, um an die Helden des Landes zu erinnern, die für ihr Land und die Freiheit kämpften.

 

 

Feier- und Festtage im März

Equinoccio de primavera – Frühlingsequinox – kein Feiertag

Das Frühlingsequinox oder die Frühjahrstag-und-Nachtgleiche wird an zahlreichen präkolumbianischen Stätten vor allem von den indigenen Bevölkerungsgruppen mit entsprechenden Ritualen zelebriert. Das Frühlingsequinox fällt auf die Tage 19., 20. oder 21. März.

Als Touristenattraktionen, die von hunderten von Menschen besucht werden, wird das Frühlingsequinox an der Sonnenpyramide in Teotihuacán und an dem Tempel von Kukulkan in Chichen Itza gefeiert.


21. März – Natalicio de Benito Juárez García – Geburtstag von Benito Juárez García – gesetzlicher Feiertag

Benito Juárez García war von 1857 bis 1872 Präsident von Mexiko. Während seiner Amtszeit fanden sowohl eine politische Revolution als auch eine soziale Revolution statt. Zahlreiche Reformen wurden durchgeführt, die schließlich in der mexikanische Verfassung verankert wurden. Er gilt als einer der größten Reformer Mexikos. Er setzte sich für die Durchsetzung der Demokratie ein und kämpfte für die Rechte der indigenen Völker. Er bemühte sich, den Einfluss der katholischen Kirche in der Politik zu reduzieren.

Der Feiertag anlässlich des Geburtstages von Benito Juárez García ist beweglich. Er wird immer an das vorausgehende oder nachfolgende Wochenende angehängt.


März oder April – Semana Santa – Heilige Woche – Ostern

Jueves Santo – Gründonnerstag – regionaler Feiertag

Viernes Santo – Karfreitag – regionaler Feiertag

Die Karwoche in Mexiko ist die wichtigste festliche und religiöse Jahreszeit des Jahres, an der die überwiegend katholische Bevölkerung an die Leiden, Tod und Auferstehung Jesu erinnert. Obwohl es sich nicht um offizielle gesetzliche Feiertage handelt, werden Gründonnerstag und Karfreitag im ganzen Land als solche behandelt.

Überall finden Gottesdienste und Prozessionen statt, außerdem ist es die Zeit, in der die meisten Wallfahrten durchgeführt werden.

Für Mexikaner ist es auch eine beliebte Reisezeit. Nicht nur Familienbesuche stehen an, es wird auch Urlaub gemacht und viele Hotels sind in dieser Zeit ausgebucht.

 

 

Feier- und Festtage im April

März oder April – Semana Santa – Heilige Woche – Ostern

Siehe Beschreibung unter Feier- und Festtage im März.


30. April – Día del niño – Tag der Kinder – kein Feiertag

Die Idee, den „Tag des Kindes“ zu feiern, um die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu bekräftigen, entstand am 20. November 1959 auf einer Generalversammlung der Vereinten Nationen in Genf. Jedes Land hat einen besonderen Tag gewählt, um die Kinder zu feiern und ihr Wohlergehen zu fördern.

Im ganzen Land finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Es ist üblich, dass die Kinder Geschenke erhalten. An hilfsbedürftige Kinder werden Spielsachen und Kleidung verteilt.

 

 

Feier- und Festtage im Mai

01. Mai – Día del Trabajo – Tag der Arbeit – gesetzlicher Feiertag

Am Tag der Arbeit gibt es in den großen Städten Paraden und von den Gewerkschaften organisierte Protestmärsche, an denen zahlreiche Menschen teilnehmen. Die Städte werden festlich mit Fahnen geschmückt.

Viele Mexikaner nutzen den Tag, um an den kulturellen Veranstaltungen teilzunehmen oder um mit der Familie essen zu gehen.

Der Tag der Arbeit wurde am 1. Mai 1923 zum ersten Mal in Mexiko begangen.


05. Mai – Batalla de Puebla – Schlacht von Puebla – gesetzlicher Feiertag

Während der Besetzung von Mexiko durch die Franzosen kam es am 5. Mai 1862 zur bedeutenden Schlacht von Puebla. Am „Cinco de Mayo“ besiegte die mexikanische Armee unerwartet die zahlenmäßig überlegenen französischen Truppen.

Dieser Sieg wird mit großen Feierlichkeiten jedes Jahr mit Stolz und Leidenschaft gefeiert.


10.Mai – Día de las Madres – Muttertag – kein Feiertag

Während in vielen Ländern der Muttertag am 2. Sonntag im Mai gefeiert wird, wurde in Mexiko der 10. Mai als Muttertag festgelegt. Er wird seit 1922 begangen. Diesem Tag wird so viel Bedeutung beigemessen, dass viele Regierungsbehörden Müttern einen freien Tag geben.

An diesem Tag treffen sich die Familien, um die Mütter zu ehren und sie mit Blumen und Geschenken zu erfreuen. Tische in Restaurants werden meist schon Wochen vorher reserviert.


15.Mai – Día del Maestro – Tag des Lehrers – kein Feiertag

In Schulen und Hochschulen in Lateinamerika gibt es an diesem Tag Gedenkveranstaltungen, um der Lehrer zu gedenken, die das Bildungskonzept in der jeweiligen Region prägten.

Das Hauptziel besteht darin, den Lehrern und den Bildungseinrichtungen einen hohen gesellschaftlichen Wert zu verleihen. Der Tag wird auch genutzt, um die Rechte der Lehrer als Arbeitnehmer geltend zu machen.


Día de la Ascensión – Christi Himmelfahrt – kein Feiertag

Christi Himmelfahrt wird immer 39 Tage nach dem Ostersonntag begangen (zwischen dem 30. April und dem 3. Juni). In den katholischen Gemeinden werden Gottesdienste durchgeführt und es finden Prozessionen statt. Die Gläubigen setzen die Feier anschließend mit einem Familienessen fort.

 

 

Feier- und Festtage im Juni

Pentecostés – Pfingsten – kein Feiertag

Pfingsten wird immer 49 Tage nach dem Ostersonntag begangen (zwischen 10. Mai und dem 13. Juni). In den katholischen Gemeinden werden Gottesdienste durchgeführt und es finden Prozessionen statt. Die Gläubigen setzen die Feier anschließend mit einem Familienessen fort.


Corpus Cristi – Fronleichnam – kein Feiertag

Fronleichman wird immer 60 Tage nach dem Ostersonntag begangen (zwischen 21. Mai und und 24. Juni.). In den katholischen Gemeinden werden Gottesdienste durchgeführt und es finden Prozessionen statt. In Mexiko sind die berühmtesten Feste die Feste von San Cristóbal de las Casas in Chiapas und die von Cortázar in Guanajuato. Dort werden traditionelle Lieder und Tänze vorgeführt.

Darüber hinaus ist es in einigen Regionen üblich, die ersten Früchte der Ernte zu feiern und als Opfergaben darzubringen.


Dritter Sonntag im Juni – Día del padre – Vatertag – kein Feiertag

Während in Deutschland der Vatertag am christlichen Feiertag „Christi Himmelfahrt“ gefeiert wird, gibt es in Mexiko seit den 1950er Jahren dafür einen speziellen Tag, den dritten Sonntag im Juni.

In Mexiko wird der Vatertag mit weniger Intensität als der Muttertag gefeiert. Zum Vatertag gehört in der Regel ein Familienessen, wobei die Lieblingsgerichte des Vaters berücksichtigt werden. Die Väter werden natürlich auch mit Geschenken bedacht. Es gibt zahlreiche Veranstaltungen für die Familien.


20./21.Juni – Solsticio de verano – Sommersonnenwende – kein Feiertag

Die Sommersonnenwende wird an mehreren präkolumbianischen Stätten gefeiert, so zum Beispiel auf Yucatán in Chichen Itzá, Dzibilchaltún und Uxmal wo der Sonnenstand auf den Pyramiden unterschiedliche Licht- und Schattenmuster erzeugt. Vor allem die indigenen Bevölkerungsgruppen zelebrieren das Ereignis mit entsprechenden Ritualen.

Während es in Deutschland an diesem Tag etwa 16 Stunden lang hell ist, freut sich Mexico über spektakuläre 13 ½ Stunden Tageslicht.

 

 

Feier- und Festtage im Juli

16.Juli – Nuestra Señora del Carmen – kein Feiertag

Die Jungfrau von Carmen ist die Schutzpatronin des Ordens der Karmeliten. Ihr zu Ehren wird ein Gedenktag zelebriert, wo die heilige Messe in ihrem Namen gefeiert wird. Die Feiern finden vor allem in Mexico-City und im Bundesstaat Veracruz statt.

 

 

Feier- und Festtage im August

15.August – Asunción de la Virgen María – Mariä Himmelfahrt – kein Feiertag

Sie ist die Schutzpatronin in der Erzdiözese Mexico-City. Hier und in anderen Bundesstaaten wie Jalisco und Aguascalientes kommen die Pilger, um an den heiligen Messen zu ihren Ehren teilzunehmen. Es finden außerdem Prozessionen statt.

 

 

Feier- und Festtage im September

16.September – Día de la Independencia – Tag der Unabhängigkeit – gesetzlicher Feiertag

Der „Grito de Dolores“ (Schrei des Schmerzes) gilt als der Akt, mit dem der mexikanische Unabhängigkeitskrieg begann. Der Überlieferung zufolge rief der Priester Miguel Hidalgo am 16. September 1810 mit dem Läuten einer Glocke in seiner Pfarrgemeinde Dolores (Bundesstaat Guanajuato) die Menschen auf, sich gegen die spanische Unterdrückung aufzulehnen und für die Unabhängigkeit Mexikos zu kämpfen.

Der Festakt in Mexico-City beginnt an diesem Tag mit dem Läuten dieser Glocke, die sich heute am Nationalpalast befindet. Anschließend erscheint der Präsident auf dem Balkon und hält eine patriotische Rede, gefolgt von den Freiheitsrufen ¡Viva México!“ (Es lebe Mexiko!) und der Nationalhymne.

Anschließend findet, wie in mehreren Städten des Landes, eine Militärparade statt. Daneben gibt es viele patriotische Feiern, Film- und Theateraufführungen, Volksfeste und Feuerwerke.


Equinoccio de Otoño – Herbstequinox – kein Feiertag

Das Herbstequinox oder die Herbsttag-und-Nachtgleiche wird an zahlreichen präkolumbianischen Stätten vor allem von den indigenen Bevölkerungsgruppen mit entsprechenden Ritualen zelebriert. Das Herbstequinox fällt auf die Tage 22., 23. oder 24. September.

Als Touristenattraktionen, die von hunderten von Menschen besucht werden, wird das Herbstequinox an der Sonnenpyramide in Teotihuacán und an dem Tempel von Kukulkan in Chichen Itza gefeiert.

 

 

Feier- und Festtage im Oktober

12.Oktober – Día de la Raza / Día del Descubrimiento de América – Tag der Rasse / Tag der Entdeckung Amerikas – kein Feiertag

Dieser Gedenktag wurde 1928 ins Leben gerufen mit dem Ziel, an die Entdeckung des amerikanischen Kontinents durch Spanien zu erinnern und Christopher Columbus als Entdecker Amerikas zu würdigen.

Als „Día de la Raza“ (Tag der Rasse) wird er bezeichnet, weil die Einwanderer einheimische Frauen heirateten und allgemein die Auffassung herrscht, dass damit eine neue Rasse, die Mestizen, geschaffen wurde. Leider setzt sich der Konflikt zwischen Mexikanern indigener und europäischer Herkunft fort und führt auch zu Protesten gegen diesen Feiertag.

Für viele Mexikaner bedeutet dieser Tag einerseits die spanische Kultur zu feiern und sich andererseits an ihre einheimischen Kulturen zu erinnern und auch alte Bräuche wieder aufleben zu lassen.

Aus diesem Grund wird dieser Tag heute gern als der „Tag der Begegnung zweier Welten“ (Encuentro de dos mundos) bezeichnet.

 

 

Feier- und Festtage im November

Días de los Muertos – Tage der Toten

01.November – Día de todos los Santos – Allerheiligen – kein Feiertag

02.November – Día de los Fieles Difuntos – Allerseelen – gesetzlicher Feiertag

Am ersten und zweiten November gedenken die Mexikaner ihrer toten Angehörigen. Es ist kein Fest der Trauer, sondern es wird mit Freude und fröhlichen Feiern an die Verstorbenen gedacht.

Schon Ende Oktober beginnt man damit, die Straßen zu schmücken und Altäre aufzubauen. In den Häusern werden farbenfrohe Altäre für die Verstorbenen eingerichtet, die so genannten ofrendas, die mit Blumen (Cempasúchil), Bilder der Toten und ihren Lieblingsspeisen sowie anderen Dingen, die sie zu Lebzeiten gern hatten (Tequila, Zigarren usw.) geschmückt werden. Und natürlich dürfen Schädel in allen möglichen Varianten und Farben nicht fehlen.

In der Nacht auf den 2. November kommen die Seelen der Toten zu ihren Familien, um mit ihnen zu feiern. Viele Familien gehen auch ans Grab des Verstorbenen, schmücken es und halten dort ein Festmahl ab.

Das Fest zum Tag der Toten wurde 2008 von der UNESCO in die Liste des immaterielles Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.


20.November – Aniversario de la revolucion mexicana – Jahrestag der mexikanischen Revolution – gesetzlicher Feiertag

Die Revolution begann am 20. November 1910, ein Bürgerkrieg, der über zehn Jahre andauerte und bei dem über eine Million Mexikaner ihr Leben verloren. Ausgelöst wurde sie durch die Diktatur des Präsidenten Porfirio Díaz, der über 30 Jahre das Land regierte. Während seiner Amtszeit gab es zwar einen wirtschaftlichen Aufschwung, aber der Wohlstand konzentrierte sich nur auf die Oberschicht, die den Grund und Boden und die Fabriken besaß, der größte Teil der Bevölkerung lebte in extremer Armut.

Erst Mitte der 1930er Jahre wurde die Revolution als abgeschlossen betrachtet, als neue Reformgesetze und eine neue Verfassung verabschiedet wurden und die Besitzer der Haziendas enteignet waren.

Heute finden zum Jahrestag in vielen Städten Paraden statt und Ereignisse der Revolution werden nachgespielt.

Der Feiertag anlässlich des Jahrestages der mexikanischen Revolution ist beweglich. Er wird immer am dritten Montag im November gefeiert.

 

 

Feier- und Festtage im Dezember

12.Dezember – día de la Virgen de Guadalupe – Tag der Jungfrau von Guadalupe – gesetzlicher Feiertag

An diesem Tag wird an das Erscheinen der Jungfrau von Guadalupe auf dem Berg Tepeyac im Jahre 1531 erinnert. In Guadalupe, heute ein Stadtteil von Mexico-City, befindet sich die größte Wallfahrtskirche des Landes. Auf dem Berg befand sich in vorspanischer Zeit ein Heiligtum, wo die Göttin Tonantzin von den Azteken verehrt wurde.

Zwar finden im ganzen Land Prozessionen und Messen statt, das Hauptfest aber wird in der Basilika Santa María de Guadalupe in Mexico-City begangen.

Jedes Jahr beginnen die Feierlichkeiten am Vorabend des 12. Dezember mit der Serenade „Las Mañanitas“. Am 12. Dezember versammeln sich dann in und vor der Basilika Tausende von Pilgern, um an den Messen teilzunehmen, dabei ist eines der wichtigsten Ereignisse die Segnung des berühmten Rosenbusches von Guadalupe, der ganzjährig blüht.


21./22.Dezember – Solsticio de invierno – Wintersonnenwende – kein Feiertag

Die Wintersonnenwende wird an mehreren präkolumbianischen Stätten gefeiert, so zum Beispiel auf Yucatán in Chichen Itzá, Dzibilchaltún und Uxmal wo der Sonnenstand auf den Pyramiden unterschiedliche Licht- und Schattenmuster erzeugt. Vor allem die indigenen Bevölkerungsgruppen zelebrieren das Ereignis mit entsprechenden Ritualen.

Während es in Deutschland an diesem Tag nur etwa 8 Stunden lang hell ist, freut sich Mexico über ca. 11 Stunden Tageslicht.


24.Dezember – Noche Buena – Heiligabend – kein Feiertag

Wie überall in christlich geprägten Ländern feiern auch die Mexikaner den Heiligen Abend. Heiligabend ist ein Familienfest, die Familie versammelt sich, um ein gemeinsames Abendessen einzunehmen. Ein typisches Gericht sind Tamales oder auch Truthahn.

Der Besuch der  Mitternachtsmesse ist nicht mehr so üblich, wie in Europa. Bei gläubigen Familien kann das gemeinsame Abendessen auch erst nach dem Kirchenbesuch stattfinden.

Auch ist es weit verbreitet, dass ein geschmückter Weihnachtsbaum aufgestellt wird.


25.Dezember – Día de Navidad – Weihnachten – gesetzlicher Feiertag

Auch an diesem Tag trifft man sich mit der Familien und besucht die Kirche.

Unterschiede zu Europa bestehen darin, dass die wenigsten Kinder Geschenke erhalten, diese gibt es erst am 6. Januar. Allerdings verändert sich dies, durch den Einfluss aus den USA und aus Europa.


31.Dezember – Noche Vieja – Silvester – kein Feiertag

Der Silvesterabend unterscheidet sich nicht so sehr, von dem in Europa. Man trifft sich mit Freunden zu Hause oder im Restaurant, um den letzten Abend des Jahres zu feiern. Als Vorspeise beim Abendessen wird üblicherweise ein Teller Linsen gegessen, dies soll im Neuen Jahr Wohlstand bringen.

Es ist Brauch, mit jedem Glockenschlag um Mitternacht, eine Traube zu essen und sich dabei etwas für das Neue Jahr zu wünschen. Danach anzustoßen und sich gute Wünsche zuzusprechen, gehört ebenfalls dazu.

Ein weiterer Brauch ist es, einen gepackten Koffer vor die Tür zu stellen. Er soll für das kommende Jahr schöne Reisen ermöglichen.

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