Doku – Mexiko – Die edlen Reiterinnen – 2019

Aus der Reihe „360° – Die GEO-Reportage“

Die „Charreria“ ist Mexikos Volkssport. Bei einer Art Rodeo stellen die Charros, wie sich die mexikanischen Cowboys nennen, ihr Geschick beim Reiten, mit dem Lasso und im Umgang mit ungezähmten Pferden unter Beweis. Seit den 1950er Jahren haben Frauen ihre eigene Disziplin bei der Charreria: die „Escaramuza“. Bei dem Reitwettkampf geht es den Teilnehmerinnen nicht nur um Schnelligkeit und Präzision, für sie bedeutet die Choreografie zu Pferd auch immer eine Verhandlung der Rolle der Frau und der Frage nach Tradition, Moderne und Identität.

„Escaramuza“ – was übersetzt so viel wie Geplänkel oder Scharmützel bedeutet, ist in Mexiko eine eigene Reitsportart, die ausschließlich von Frauen ausgeübt wird. Als Pendant zur männlich dominierten „Charreria“, dem mexikanischen Volkssport, vollführen bei der „Escaramuza“ acht Reiterinnen in prächtigen, traditionellen Kleidern und im Damensattel im Galopp eine Choreografie aus ebenso halsbrecherischen wie eleganten Figuren. Inspiriert ist die „Escaramuza“ von den „Adelitas“, den Soldatinnen, die während der mexikanischen Revolution von 1910 an der Seite der Männer kämpften, um die Diktatur des Machthabers Porfirio Dias zu beenden.

Seit 1991 ist „Escaramuza“ offiziell ein Wettkampfsport. Zunächst treten dabei die regionalen Reiterteams der mexikanischen Bundesstaaten gegeneinander an. Es geht um Schnelligkeit, Präzision, Eleganz und das Gesamtbild des Teams. Und darum, das „Escaramuza“-Finale im Spätherbst in Zacathecas zu erreichen. „Las alteñitas“ – die Hochländerinnen – gehören zu den besten „Escaramuza“-Teams Mexikos. Zusammen mit ihrem Trainer José Eduardo Moreno bereiten sie sich auf den letzten Qualifikations-Wettkampf in Queretaro vor, der Voraussetzung für das internationale Turnier in Zacathecas ist. Alle stehen unter Druck, beim Training, bei den direkten Vorbereitungen und während der Wettkämpfe.

Bei den Reiterinnen geht es immer auch um Werte und Themen, die im Leben der alten mexikanischen Familien eine Rolle spielen: Stolz, Ansehen und Passion, die Rolle der Frau, die Frage nach Tradition, Moderne und Identität. Wie weit werden es die Frauen vom Team „Las alteñitas“ in diesem Jahr bringen?

Erstausstrahlung: 2019

Filmlänge: 45 min

Ein Film von Svea Andersson

Produktionsland: Deutschland, eine Koproduktion von arte und MedienKontor in Zusammenarbeit mit GEO

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