Impfungen und auftretende Infektionskrankheiten

Foto: Mexico-Info

Nachfolgend finden sich einige Informationen zu Standardimpfungen und zum Reiseimpfschutz. Darüber hinaus listen wir die Infektionskrankheiten auf, die in Mexiko vorkommen.

Impfungen für Mexiko

Für die Einreise nach Mexiko sind keine speziellen Impfungen vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt empfiehlt, die vom Robert-Koch-Institut (STIKO – Ständige Impfkommission) veröffentlichten Informationen zu beachten.

Die Empfehlungen beinhalten u.a. einen jährlichen Impfkalender für Standardimpfungen, der für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene gültig ist sowie Erläuterungen zu Indikations- und Auffrischungsimpfungen. Gemäß den Standardimpfungen sollte der eigene Impfpass überprüft und gegebenenfalls die Impfungen aufgefrischt werden.

Zu diesen Standardimpfungen zählen Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Als Reiseimpfschutz werden Impfungen gegen Hepatitis A sowie bei Langzeitaufenthalten Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Für längere Reisen während der Regenzeit und in die Regenwaldgebiete wird eine Malariaprophylaxe empfohlen. Ob weitere Impfungen erforderlich sind, sollte frühzeitig vor Reisebeginn bei einem reisemedizinischen Zentrum oder bei einem speziell ausgebildeten Arzt geklärt werden.

Eine reisemedizinische Beratung sollte spätestens sechs bis vier Wochen vor Reiseantritt erfolgen, so dass erforderliche Impfungen rechtzeitig durchgeführt werden können.

Wir haben eine Linkliste von reisemedizinischen Beratungsstellen in Deutschland aufgestellt. Auf den Webseiten stehen Kontaktdaten zu ausgebildeten Ärzten und Institutionen.  Hier geht’s zur Linkliste.

aktuelle Impfempfehlungen vom Robert-Koch-Institut

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Übersicht der Infektionskrankheiten, die in Mexiko vorkommen

Über die empfohlenen Standardimpfungen hinaus können weitere Impfungen sinnvoll sein. Sie richten sich nach der Reiseart, der Aufenthaltsdauer, dem aktuellen Infektionsrisiko im Land und dem Gesundheitszustand des Reisenden. Es gibt nicht gegen alle Infektionen einen Impfstoff, deshalb sind vorbeugende Maßnahmen von großer Bedeutung.


Hepatitis A

Hepatitis A ist eine Infektionskrankheit, die durch verunreinigtes Trinkwasser oder verunreinigte Lebensmittel, z.B. durch Meeresfrüchte oder fäkaliengedüngtes Gemüse, auftreten kann. Hepatitis A kommt in Mexiko landesweit vor. Gegen Hepatitis A gibt es eine wirksame Schutzimpfung, die generell empfohlen wird.


Hepatitis B

Die Hepatitis B Viren können einen lebensbedrohliche Infektion der Leber auslösen. Hepatitis B wird durch infiziertes Blut oder anderen Körperflüssigkeiten einer infizierten Person übertragen. Hepatitis B kommt in Mexiko landesweit vor. Gegen Hepatitis B gibt es eine wirksame Schutzimpfung, die bei einem längeren Aufenthalt und bei engerem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung empfohlen wird.


Hepatitis C

Die Hepatitis C Viren können sowohl eine akute als auch eine chronische Infektion der Leber verursachen. Hepatitis C wird durch infiziertes Blut oder andere Körperflüssigkeiten einer infizierten Person übertragen. Gegen Hepatitis C gibt es keinen Impfschutz.


Hepatitis E

Hepatitis E ist eine Infektionskrankheit der Leber, die durch kontaminierte Lebensmittel oder Wasser verursacht wird. Auch die Aufnahme von rohen Schalentieren kann eine Infektion herorrufen. Gegen Hepatitis E gibt es keinen Impfschutz.


Chikungunyafieber

Chikungunyafieber ist eine Viruserkrankung, die auch durch Steckmücken übertragen wird. Die Mücke kommt ebenfalls im ganzen Land vor, vor allem in den subtropischen Gebieten im Süden. Auch dafür gibt es zur Zeit noch keine Impfstoffe und Medikamente und es werden die entsprechenden Schutzmaßnahmen empfohlen.


Cholera

Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch verunreinigtes Trinkwasser oder verunreinigte Lebensmittel, vor allem von Meeresprodukten auftreten kann. Zur Verhinderung einer Cholerainfektion sind die besten Maßnahmen auf Hygiene bei Nahrung und Trinkwasser zu achten. Eine Impfung kann ergänzend zu den Schutzmaßnahmen erfolgen, bietet aber keinen vollständigen Schutz.


Ciguatera

Ciguatera ist eine Fischvergiftung, die vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten vorkommt. Ciguatoxine sind Gifte von einzelligen Lebewesen, die auf Algen in Korallenriffen leben. Die Algen werden von Fischen gefressen und gelangen so in die Nahrungskette des Menschen. Am stärksten belastet sind Raubfische, die in der Nähe des Riffs leben. Das Gift ist geschmacklos und wird beim Erhitzen nicht zerstört. Es gibt kein Gegengift und die Symptome können Wochen und Monate anhalten.

Zur Vorbeugung sollte auf den Verzehr von selbstgefangenen Fischen aus den Riffen verzichtet werden. In Restaurants wird in der Regel Fisch angeboten, der in der jeweiligen Jahreszeit unbedenklich und auf See gefangen ist.


Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch eine Stechmücke übertragen wird. Die Mücken kommen in den subtropischen Gebieten in Mexiko vor und sind tagaktiv. Zur Zeit gibt es noch keinen Impfschutz oder Medikamente zur Behandlung von Denguefieber, deshalb sind vorbeugende Maßnahmen wichtig. Diese setzen sich ebenfalls aus Insektenschutzmitteln, imprägnierte Moskitonetze und entsprechender Kleidung zusammen. Insektenschutzmittel sollte mehrmals täglich aufgetragen werden.


Malaria

Malaria auch Sumpffieber genannt, ist eine Tropenkrankheit, die durch Moskitostiche übertragen wird. Malaria kommt in den südlichen Bundesstaaten Mexikos vor, das Risiko erhöht sich während der Regenzeit. Höhenlagen über 1000 Meter gelten als Malariafrei. Malaria wird durch Parasiten der Gattung Plasmodium verursacht, wobei die Erreger über das Blut in die Leber und Milz gelangen.

Gegen Malaria gibt es keine Schutzimpfung. Zur Malariavorbeugung kann bei einer Reise in Risikogebiete die Einnahme von Malaria-Medikamenten in Betracht gezogen werden. Die so genannte Chemoprophylaxe muss mit einem Arzt abgesprochen werden, die Medikamente sind verschreibungspflichtig.

Einen Schutz gegen Moskitos bilden Insektenschutzmittel, imprägnierte Moskitonetze und abends entsprechende Kleidung tragen, die Arme, Beine und Füße bedeckt.


Meningokokken

Von den Meningokokken-Bakterien gibt es verschiedene Stämme, die weltweit in unterschiedlicher Verbreitung vorkommen. Besonders in tropischen Gebieten können epidemieartige Ausbrüche auftreten. Die Bakterien können eine schwere Hirnhautentzündung (Meningitis) und/ oder eine Blutvergiftung (Sepsis) hervorrufen. Es stehen mehrere Impfstoffe zur Verfügung. Eine Impfung wird empfohlen bei längerem Aufenthalt und engerem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung.


Tollwut

Tollwut ist eine Virusinfektion, die von Tieren auf den Menschen übertragen wird. In Mexiko kommt Tollwut landesweit vor und wird meist von Hunden und Fledermäusen übertragen. Bei längerem Aufenthalt in Mexiko oder bei Kontakt mit Tieren wird eine Tollwutschutzimpfung empfohlen. Nach einem Biss sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.


Typhus

Typhus ist ist eine Infektionskrankheit, die ebenfalls durch verunreinigtes Trinkwasser oder verunreinigte Lebensmittel auftreten kann. Als vorbeugenden Schutzmaßnahmen wird empfohlen, keine rohen Lebensmittel zu essen und nur abgefülltes Wasser zu trinken. Gegen Typhus gibt es eine Schutzimpfung, die als Infektion oder Schluckimpfung verabreicht wird.


Zika-Virus

Das Zika-Virus wird ebenfalls durch eine Stechmücke übertragen und verursacht eine Virusinfektion, die für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Deshalb rät das Auswärtige Amt Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch unbedingt ein Reisemedizinisches Institut zu kontaktieren, bevor sie eine Reise nach Mexiko unternehmen möchten. Impfungen und Medikamente zur Behandlung stehen zur Zeit nicht zur Verfügung. Das Zika-Virus kann in ganz Mexiko vorkommen. Es werden die Schutzmaßnahmen wie bei Malaria und Denguefieber empfohlen.


 

  Linkhinweise und Quellen

Die auf dieser Seite zusammengestellten Informationen beruhen auf Angaben des Auswärtigen Amtes, des Robert-Koch-Institutes und der Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e.V. (DTG).


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