Doku – Die Karibik und Mittelamerika – 2014

Sondersendung „Schätze der Welt spezial – Amerika von Nord nach Süd“

Der zweite Teil der Spezialsendung „Schätze der Welt – Erbe der Menschheit“ besucht UNESCO-Welterbestätten in der Karibik und in Mittelamerika. Guadalajara, circa 500 Kilometer westlich von Mexico City gelegen, ist die Hauptstadt des Bundesstaates Jalisco. Mit rund 1,7 Millionen Einwohnern ist die „Perle des Westens“ Mexikos zweitgrößte Stadt.Ein imposanter Bau begrenzt im Osten die historische Altstadt von Guadalajara: Das Hospicio Cabañas, 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Das Hospiz wurde Ende des 17. Jahrhunderts von dem Architekten Manuel Tolsá Sarrión entworfen. Benannt wurde es nach seinem Gründer, dem Bischof Juan Ruíz de Cabañas y Crespo. Das „Haus der Barmherzigkeit“ wurde als Armen- Waisen und Krankenhaus sowie als Schule konzipiert. Der nahezu symmetrische Gebäudekomplex hat eine Gesamtfläche von 23 478 Quadratmeter und umfasst 23 Innenhöfe und zwei Kirchen. 1938 und 1939 schuf der Mexikanische Künstler José Clemente Orozco in den Innenräumen verschiedene Wandgemälde, die als Höhepunkt seines Schaffens gelten.

2006 hat die UNESCO die Agavenlandschaft und die Produktionsstätten in und um den Ort Tequila in Mexiko zum Weltkulturerbe ernannt. Die meisten der 35 000 Einwohner leben in irgendeiner Form von ihrem Schnaps. Es ist ein beschaulicher, unspektakulärer Ort. Mexiko aus dem Bilderbuch. Seit 1795 wird Tequila hergestellt. Damals erteilte der spanische König eine Lizenz zur Herstellung des Mezcal-Weins, wie der Tequila früher genannt wurde.

Als die Spanier im 16. Jahrhundert auf ihren Eroberungszügen durch Amerika die Regenwälder von Peten im heutigen Guatemala durchquerten, stießen sie auf gespenstische Kulissen. Riesige Pyramiden, weitläufige Plätze, gewaltige Paläste, meisterlich gebaut und fein verziert, alles überwuchert von tropischer Vegetation – sie standen vor den Toren Tikals, der ehemaligen Metropole der sagenumwobenen Maya, einer Stadt, die in ihrer Blüte bis zu 80 000 Menschen beherbergte. Im 8. Jahrhundert nach Christus wurde Tikal jedoch von der Bevölkerung innerhalb kurzer Zeit verlassen. Was war passiert? In der Blütezeit lebten in Copán etwa 24 000 Menschen. Ohne Zweifel steht sie an erster Stelle aller Mayastädte, was die Vielzahl der Skulpturen, Altäre und Stelen anbelangt. Auf den meisten dieser Stelen ist der 13. Mayaherrscher abgebildet, der als „König der Künste“ in die Geschichte eingegangen ist. Nach seinem Tod baute sein Nachfolger eine riesige Treppe. Auf ihr wurde in unzähligen Glyphen die Geschichte Copáns erzählt. Es ist die größte zusammenhängende Maya-Inschrift, die man bisher gefunden hat.

Knapp 200 Kilometer südwestlich von Havanna, in der Provinz Pinar del Rio, liegt das „Valle de Viñales“. Für viele die schönste Landschaft Kubas, auf jeden Fall die eigentümlichste. Das Valle de Viñales ist Bauernland. Neben Mais, Bohnen und den kartoffel-ähnlichen Malangas wird hier vor allem Tabak angebaut. Es soll der beste Tabak der Welt sein, der hier wächst. Im Gegensatz zu anderen tropischen Pflanzen benötigt Tabak eine fast grenzenlose Zuwendung. Seit dem 18. Jahrhundert werden Zigarren in Fabriken hergestellt. Dabei wird den Arbeiterinnen und Arbeitern vorgelesen. Vormittags aus der Tageszeitung und nachmittags aus Romanen. Marken wie „Montecristo“ oder „Romeo und Julia“ haben ihren Namen aus dieser Tradition.Santiago de Cuba, die zweitgrößte Stadt Kubas, steht immer ein klein wenig im Schatten Havannas. (Quelle: ARD)

 

  Informationen zur Sendung

Filmlänge: 105 min
Produktionsjahr: 2014
Produktionsland: Deutschland
Erstausstrahlung:

2014, 3sat

Titel der Sendereihe: Schätze der Welt – Erbe der Menschheit

Titel der Episode: Amerika von Nord nach Süd – Die Karibik und Mittelamerika

Video

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