Museum der Mine von Acosta, Mineral del Monte, Hidalgo

Das Bergbaumuseum der Mina von Acosta befindet sich etwas außerhalb von Mineral del Monte und widmet sich der Geschichte einer seit 1727 betriebenen Silbermine. Auf dem Gelände können die Überreste der Betriebsgebäude, Maschinen und zwei kleine Ausstellungsräume besichtigt werden. Eine Führung durch einen etwa 450 Meter langen Stollenabschnitt ergänzt den Besuch.

Geschichte und Gebäude des Museums

1727 meldete Thomas Antonio de Navarrete die Bergbaurechte für die Mina von Acosta an. Im selben Jahr begann auch der Abbau des silberhaltigen Erzes.

Zu den ältesten Bauwerken gehört ein vermutlich im 18. Jahrhundert angelegter, überdeckter Kanal, in dem der Río del Carmen unter dem Minengelände umgeleitet wurde. Teile der Umfassungsmauern und Stützkonstruktionen stammen ebenfalls aus der Kolonialzeit.

Nach dem Unabhängigkeitskrieg waren viele Gruben vernachlässigt und überflutet. Für die Wiederaufnahme des Betriebs fehlten Kapital und leistungsfähige Pumpen. 1824 übernahm eine britische Bergbaugesellschaft zahlreiche Minen des dritten Grafen von Regla auf Pachtbasis, darunter Acosta. Die britische Gesellschaft brachte Fachkräfte und Dampfmaschinen aus Cornwall in die Region. In Acosta entstand unter anderem ein Maschinenhaus für die dampfbetriebene Anlage zum Abpumpen des Grubenwassers.

Die hohen Ausgaben für die Wiederherstellung der Bergwerke brachten jedoch nicht die erwarteten Gewinne. Nach erheblichen Verlusten verkauften die britischen Investoren das Unternehmen 1849 an mexikanische Unternehmer. Diese führten den Betrieb weiter und erneuerten die technische Ausstattung. Für eine 1870 angeschaffte Maschine wurde ein neues Maschinenhaus errichtet.

Der sinkende Silberpreis und der Kapitalbedarf für weitere Modernisierungen führten 1906 zum Verkauf der Bergbaugesellschaft an die US-amerikanische United States Smelting, Refining and Mining Company. Unter ihrer Leitung wurde Acosta elektrifiziert. Ein metallener Förderturm, eine leistungsfähige Fördermaschine sowie Anlagen zum Zerkleinern und Transportieren des Erzes gehörten zur neuen Ausstattung. 

Das Ende des Abbaus wird auf die 1970er-Jahre datiert. 1998 begannen die Restaurierung und die industriearchäologische Erforschung des Geländes durch den Verein Archivo Histórico y Museo de Minería (AHMMAC). Im Mittelpunkt der Untersuchungen standen das Maschinenhaus und das ehemalige Kesselhaus, in dem der Dampf für den Antrieb der Maschinen erzeugt wurde. Im Juni 2001 wurde das Gelände als Museum eröffnet.

Ausstellung und thematische Schwerpunkte

Die Besichtigung verteilt sich auf das Betriebsgelände, die beiden kleinen Ausstellungsräume und den geführten Stollenrundgang.

Die Ausstellung behandelt die Geschichte der Mine, den Einsatz der Dampftechnik und die Arbeitsverhältnisse im Bergbaubezirk. Historische Fotografien und Dokumente zeigen den früheren Betrieb. Ein anhand von Archivunterlagen und alten Aufnahmen angefertigtes Modell stellt die Anordnung der Gebäude und technischen Einrichtungen dar.

Weitere Themen sind die technischen und kulturellen Einflüsse der britischen Bergleute sowie die Geschichte der Arbeiterbewegung. Dazu gehören die Auseinandersetzungen um die Entlohnung von 1766 und die Gründung der nationalen Bergarbeitergewerkschaft im Jahr 1934.

Auf dem Außengelände stehen die Gebäudereste und die technischen Anlagen im Mittelpunkt. Am Maschinenhaus sind Fundamente und Befestigungen der früheren Dampftechnik zu sehen. Im Kesselbereich wurden bei Ausgrabungen die Ascheräume freigelegt. Der metallene Förderturm und die Fördermaschine gehören zur späteren, elektrisch betriebenen Ausstattung. Die großen Dampfmaschinen sind nicht mehr vorhanden.

Der Stollen ist ausschließlich im Rahmen einer Führung zugänglich. Der etwa 450 Meter lange Weg führt ins Berginnere. Während der Begehung werden die Erzgewinnung, der Einsatz von Werkzeugen und die Arbeitsbedingungen unter Tage erläutert.

Besuch und praktische Informationen


Adresse

Museo de Sitio Mina de Acosta
Camino Real a Guerrero,
CP 42130 Mineral del Monte, Hidalgo

Öffnungszeiten

Dienstag: geschlossen

Mittwoch bis Montag: 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr

Eintritt:

120 MXN pro Person

Hinweis: Für die Stollenbesichtigung sind geschlossene, feste Schuhe erforderlich, Sandalen und Schuhe mit Absatz sind nicht zugelassen. Eine warme Jacke ist außerdem empfehlenswert.

Besuch und Führungen

Individueller Besuch: Für einen individuellen Rundgang kann man etwa 60 bis 90 Minuten einplanen. 

Führungen: Geführte Rundgänge können direkt vor Ort gebucht werden. Sie sind im Eintrittspreis enthalten.

Linkhinweise und Quellen

Informationen zum Museum

Archivo Histórico y Museo de Minería 
Informationen zur Mine und zum Besuch
[Spanisch]

SIC México (Sistema de Información Cultural)
Kurzüberblick mit Basisdaten und administrativen Angaben
[Spanisch]

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