Jala, Nayarit

Jala ist eine malerische Kleinstadt im Bundesstaat Nayarit, die auf etwa 1.070 Metern Höhe am Fuße des Vulkans Ceboruco liegt. Der Ort ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde.

Das Ortsbild ist geprägt von Herrenhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert und von der Basilika, die im 19. Jahrhundert erbaut wurde.

Seit 2012 zählt der Ort zu den Pueblos mágicos.

 

Lage und Anreise


Jala liegt im südlichen Teil des Bundesstaates Nayarit, ca. 72 km von der Bundeshauptstadt Tepic entfernt. Die Fahrtzeit mit dem Pkw beträgt etwa 1 Stunde. Die Entfernung zu Mexiko-Stadt beträgt ca. 685 km. Die Fahrtzeit mit dem Pkw beträgt etwa 7 Stunden 30 Minuten. Für die Benutzung der Autobahnen fallen Mautgebühren an.

Jala liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 1.065 Metern über dem Meeresspiegel.

Geographische Lage

  • Nördliche Breite: 21°06’17.356″ N
  • Westliche Länge:  104°26’17.580″ W
Anreise mit dem Flugzeug

Internationaler Flughafen von Tepic “Amado Nervo”

Aeropuerto Internacional de Tepic “Amado Nervo” Der Flughafen liegt ca. 20 km südlich von der Stadt Tepic entfernt. Es bestehen Flugverbindungen nach Mexiko-Stadt und Tijuana. […weiterlesen]

Der Internationale Flughafen von Tepic liegt ca. 70 km von Jala entfernt. Die Fahrtzeit zum Flughafen beträgt ca. 1 Stunde.


 

Zeitangaben

Zeitzone: MST (Mountain Standard Time)

Die Zeitzone gilt ganzjährig. Es erfolgt keine Umstellung zwischen Winter- und Sommerzeit.

Der Zeitunterschied zur koordinierten Weltzeit (UTC) beträgt 7 Stunden (UTC-7).

Der Zeitunterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) in Deutschland beträgt während der Sommerzeit 9 Stunden und während der Winterzeit 8 Stunden.

weitere Informationen unter: Zeitzonen in Mexiko

 

Wetter, Klima und Vegetation

WettervorhersageKlimainformationen

Wettervorhersage für die kommenden Tage

Klimainformationen

Klimadiagramm von 1990-2022

Gemäß der Klimaklassifikation nach Köppen-Geiger wird das Klima in Jala in die Klimagruppe Csa eingestuft. Das Klima ist warm-subtropisch, mit einer ausgeprägten Regenzeit zwischen Juni und Oktober und einer ausgeprägten Trockenzeit zwischen November und Mai. Die Klimaklasse „C“ steht für ein warmgemäßigtes und feuchtes Klima. Der Klimatyp „s“ bedeutet, dass es eine Trockenzeit im Winter und eine Regenzeit im Sommer gibt und der Zusatz „a“ steht für heiße Sommer, in denen die Durchschnittstemperatur im wärmsten Monat über 22ºC liegt.

Die durchschnittliche jährliche Temperatur beträgt etwa 22,1 °C, wobei die Höchsttemperaturen in den Monaten Mai und Juni erreicht werden und die Tiefsttemperaturen im Dezember und Januar liegen.

Die Gesamtniederschlagsmenge im Jahr beträgt etwa 872 mm. Die niederschlagsreichsten Monate sind von Juni bis September und die niederschlagsärmsten Monate sind März und April.

Quelle: ClimateCharts.net
weitere Informationen unter: Klima und Klimazonen in Mexiko

 

Über den Ort


Das Gebiet der heutigen Gemeinde Jala wurde in vorspanischer Zeit von einer Bevölkerungsgruppe besiedelt, die aufgrund der archäologischen Funde wie beispielsweise Keramiken und Jagdwerkzeugen, der Aztatlán-Kultur zugerechnet wird. Diese erreichte zwischen 850-1350 n. Chr. ihren kulturellen Höhepunkt.

Der Ort Jala entstand, als sich im 16. Jahrhundert Franziskanermönche niederließen, um eine Mission zu gründen und die einheimische Bevölkerung zu christianisieren. Im 17. Jahrhundert wurden die Kirche von San Francisco de Asís und das Kloster fertiggestellt.

Im 18. Jahrhundert wurde die so genannte Alte Kapelle des Heiligen Franziskus an der Stelle der Mission errichtet. Einige Überreste aus dem Jahr 1582 sind noch zu sehen. Im 19. Jahrhundert wurde die Basilika „Maria Himmelfahrt“ fertiggestellt. Beide zählen heute zu den touristischen Attraktionen des Ortes.

Der Name des Ortes leitet sich vom Nahuatl-Wort „Xali“ ab, was Sand bedeutet, und von „tla“, das als „Ort des Überflusses“ interpretiert wird. Deshalb geht man davon aus, dass die ersten Siedler nahuatlischer (aztekischer) Herkunft waren.

Neben den historischen Gebäuden des Ortes, der seit 2012 zu den „Magischen Orten“ zählt, ist es die faszinierende Landschaft, die Besucher in die Stadt zieht.

Das Gebiet um den zurzeit ruhenden Vulkan El Ceboruco ist als Ökologischer Park ausgewiesen und bietet Möglichkeiten zum Wandern und Bergsteigen sowie für Mountainbike-Touren. Es gibt mehrere Aussichtspunkte mit einer atemberaubenden Aussicht.

 

Traditionen

Aufgrund des fruchtbaren Landes wachsen hier die größten Maiskolben Mexikos, die eine Länge von bis zu einem halben Meter erreichen können. In Jala dreht sich demzufolge alles um den Mais. Neben verschiedenen kulinarischen Speisen gibt es die vielfältigsten Handwerksprodukte die aus Maisschalen und Fasern hergestellt werden, wie z.B. Puppen, Körbe und Schmuck.

Im August finden die Feierlichkeiten zur Maisernte und zu Mariä Himmelfahrt statt. Zehn Tage lang gibt es den Maismarkt und die Maismesse, mit einem abwechslungsreichen Kulturprogramm.

Eine weitere handwerkliche Tradition in Jala ist die Herstellung von Möbeln, Dekorations- und Gebrauchsgegenständen aus Palmen.


Statistische Daten
Bevölkerungsentwicklung in Jala
Jahr Bevölkerung gesamt davon Frauen davon Männer Veränderung
2020 5.844 3.021 2.823 4,62%
2010 5.586 2.842 2.744 37,74%
2000 8.972 4.670 4.302 3,83%
1990 9.329 4.842 4.487  
Religion in Jala

Die Bevölkerung ist überwiegend katholisch. Bei der letzten INEGI-Volkszählung im Jahr 2020 ergab sich folgende Verteilung:

Katholisch 5.390 Personen
Protestantisch 339 Personen
Andere Religionen 1 Personen
keine Religionszugehörigkeit 111 Personen
Gemeinde (municipio): Jala

Jala ist der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde. Im Jahr 2020 hatte die Gemeinde 19.321 Einwohner, davon 9.768 weibliche und 9.553 männliche Personen.

INEGI – Municipios

economia.gob.mx – Statistiken über die Gemeinde


 

Sehenswürdigkeiten, Attraktionen und Museen

SehenswertesMuseenArchäologische Stätten

Sehenswertes in Jala


Basílica Lateranense de Nuestra Señora de la Asunción (Basilika Maria Himmelfahrt)

Die Basilika in der Ortsmitte ist die architektonische Hauptattraktion. Sie wurde im neoklassischen Stil errichtet und 1856 eingeweiht. Anlässlich der Feierlichkeiten der Jungfrau Maria Himmelfahrt am 15. August wird die Kirche festlich geschmückt.


Antigua Capilla de San Francisco (Alte Kapelle des Heiligen Franziskus)

Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert anstelle der alten Mission aus dem Jahr 1582 errichtet. Im Inneren befindet sich ein Bild der Jungfrau Maria, auf dem sie einen Federbusch anstatt einer Krone trägt.

Sehenswertes in der Umgebung


Cascada El Salto (Wasserfall El Salto)

Etwa fünf Kilometer östlich von Jala entfernt, befindet sich der Wasserfall El Salto mit ca. 30 Metern Höhe. Während der Regenzeit entsteht ein beeindruckender Wasserfall, in der Trockenzeit fließt dagegen nur wenig Wasser über die Felsen.

Der Ort ist nur zu Fuß zu erreichen, der Fußweg beträgt etwa einen Kilometer und beginnt ca. anderthalb Kilometer nach der Ortschaft Jomulco.


Vulkan Ceboruco

Der Vulkan Ceboruco ist einer der beeindruckendsten Vulkane Mexikos. Er befindet sich im westlichen Teil des mexikanischen Vulkangürtels und gehört zur Sierra Madre Occidental. Er […weiterlesen]

Museen in Jala

Jala besitzt mehrere Museen, die sich mit regionaler Geschichte, religiösem Erbe und lokaler Kultur befassen. Die Einrichtungen präsentieren archäologische Fundstücke, traditionelle Objekte und historische Zeugnisse aus Jala und der Umgebung.

Gemeindemuseum von Jala

Museo Comunitario de Jala

Das Gemeindemuseum von Jala wurde 1992 eröffnet und befindet sich in einem Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert im Ortszentrum. In drei Ausstellungsräumen werden archäologische Funde und traditionelle Erzeugnisse aus Nayarit gezeigt. Die Sammlung gibt einen Einblick in die vorspanische Vergangenheit der Region und das örtliche Handwerk. Darüber hinaus präsentieren lokale Künstler in temporären Ausstellungen ihre Werke.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9:00–14:00 und 16:00–19:00 Uhr, Samstag von 9:00–14:00 Uhr

Eintritt: Freier Eintritt

Besichtigungsdauer: Für die kleine Ausstellung kann man etwa 30 bis 45 Minuten einplanen.

Adresse: Calle José María Salazar 14, Centro, CP 63880 Jala, Nayarit.

Bei Google Maps ansehen

SIC Mexico-Eintrag zum Museum

Museum für sakrale Kunst

Museo de Arte Sacro

Das Museum für sakrale Kunst in Jala wurde im Dezember 2020 eröffnet. Es befindet sich in der Kapelle San Francisco, die auch als Kirche der Töchter Mariens bekannt ist, und trägt den Namen des Priesters Manuel Olimón Nolasco.

Die Ausstellung zeigt religiöse Kunst, Werke aus der Kolonialzeit und liturgische Gegenstände, die bei Gottesdiensten verwendet wurden. Sie gibt Einblicke in die religiösen Traditionen und das kirchliche Kulturerbe Jalas.

Öffnungszeiten: Dienstas bis Sonntag von 10:30 bis 13:30 Uhr und von 16:30 bis 18:30 Uhr

Eintritt: Erwachsene 50 MXN

Besichtigungsdauer: Für die Ausstellung kann man etwa 20 bis 30 Minuten einplanen.

Adresse: Calle Morelia 16, Centro, CP 63890 Jala, Nayarit

Bei Google Maps ansehen

SIC Mexico-Eintrag zum Museum

Museen im Bundesstaat Nayarit

Die Museen in Nayarit widmen sich unter anderem den vorspanischen Kulturen, der regionalen Geschichte, den indigenen Traditionen und der Kunst. Das Angebot reicht von kleinen örtlichen Museen bis zu größeren Ausstellungen in der Landeshauptstadt Tepic und Museen an archäologischen Stätten.

Ausführliche Informationen finden sich in dem Beitrag:

Museen im Bundesstaat Nayarit

Der Bundesstaat Nayarit besitzt eine vielfältige Museumslandschaft mit Schwerpunkten auf Archäologie, regionaler Geschichte, indigener Kultur, Volkskunst, Literatur und zeitgenössischer Kunst. Besonders in Tepic befinden sich […weiterlesen]

Archäologische Stätten in der Umgebung

In der Umgebung von Jala  liegt die archäologische Stätte Ixtlán del Río (Los Toriles). Die ehemalige Siedlung zeichnet sich besonders durch ihren Rundtempel aus. Weitere erhaltene Bauwerke sind Tempelplattformen und Anlagen rund um mehrere Plätze.

Archäologische Stätte Ixtlán del Río (Los Toriles)

Zona Arqueológica Ixtlán del Río (Los Toriles)

Ixtlán del Río (Los Toriles) war eine vorspanische Siedlung im Süden des heutigen Bundesstaates Nayarit. Ihre Entwicklung begann vermutlich um 400 n. Chr. Ihre Blütezeit lag zwischen 700 und 1200. Die Stadt unterhielt überregionale Handelsbeziehungen und zeigt Einflüsse der Aztatlán-Tradition, einer archäologischen Kultur Westmexikos.

Das auffälligste Bauwerk ist der Rundtempel mit etwa 24 Metern Durchmesser und vier Metern Höhe. Fünf Treppen führen auf die Plattform, auf der sich zwei rechteckige Heiligtümer befinden. Seine umlaufende Brüstung besitzt kreuzförmige Öffnungen. Aufgrund seiner Bauform wird der Tempel dem Kult des Windgottes Ehécatl-Quetzalcóatl zugeschrieben. Weitere erhaltene Anlagen umfassen Plätze mit zentralen Altären, Tempelplattformen und palastartige Gebäude mit Säulen.

Zur Stätte gehört ein einführender Ausstellungsraum. Er zeigt archäologische Fundstücke, darunter Keramikfragmente, Steinwerkzeuge und Schmuck, sowie Reproduktionen, Karten und Modelle. Die Ausstellung erläutert die Besiedlung, die Architektur und das Alltagsleben der ehemaligen Bewohner sowie die archäologische Erforschung des Ortes.

Weitere Informationen finden sich in dem Beitrag:

Archäologische Stätte „Los Toriles“ (lxtlán del Río)

Die archäologische Stätte befindet sich in der Nähe der Ortschaft lxtlán del Río. Es wird angenommen, das sie zwischen 200 v.Chr. bis 1500 n.Chr. bewohnt […weiterlesen]

Archäologische Stätten im Bundesstaat Nayarit

Die archäologischen Stätten Nayarits dokumentieren die Entwicklung vorspanischer Kulturen Westmexikos, darunter die Schachtgrab- und die Aztatlán-Tradition. Zu den Fundorten gehört Ixtlán del Río (Los Toriles) mit seinem Rundtempel, Plätzen und palastartigen Gebäuden. Weitere archäologische Zeugnisse sind die Felsgravuren von Altavista im Municipio Compostela und die Siedlungsreste von Coamiles im Municipio Tuxpan.

Entfernungen von Jala
Archäologische Stätte Gemeinde (Municipio) Entfernung
lxtlán del Río (Los Toriles) lxtlán del Río ca. 20 km

Weitere Informationen finden sich in dem Beitrag:

Archäologische Stätten in Nayarit

Im Bundesstaat Nayarit gibt es einige archäologischen Stätten, die von den präkolumbischen Kulturen der Region errichtet wurden. Die bekannteste archäologische Stätte ist Los Toriles, eine […weiterlesen]

 

Unterkünfte und Reiseangebote

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Reisehinweise, Links und Quellen


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