Doku – Mexiko – Wildes Aztekenreich – 2011

Aus der Reihe „Terra X – Faszination Erde“

Vor 65 Millionen Jahren schlug ein Meteorit vor der Küste Mexikos ein und löschte das Leben auf unserem Planeten nahezu aus. Doch anstelle des Weltuntergangs folgte der Siegeszug einer unbändigen Natur, die Mexiko heute zu einem der artenreichsten Länder der Erde macht. Das Geheimnis für diesen Erfolg liegt in den vielfältigen Lebensräumen des Landes. Schneebedeckte Vulkanriesen, gleißende Wüsten und dampfende Tropenwälder – Mexiko mit seinen vielen Gesichtern hat dem Leben eine einzigartige Bühne geboten, auf der sich neben Tieren und Pflanzen auch Hochkulturen entfalten konnten.

Unweit der Stadt, die die Azteken als Machtzentrale ihres Reiches errichteten, ragen Vulkanriesen empor, höher als die höchsten Alpengipfel. Der Popocatepetl, nur 70 Kilometer von der heutigen Millionenmetrolpole entfernt, ist einer der gefährlichsten Vulkane der Welt und steht unter permanenter Beobachtung durch Wissenschaftler. Der Vulkanismus in Mexiko sorgt aber auch für kuriose Rekorde: Hier steht der erste Vulkan, dessen Lebensgeschichte Wissenschaftler vollständig dokumentieren konnten, vom ersten Erscheinen bis zum dauerhaften Tiefschlaf.

In den Tiefen des Untergrundes gehen noch mehr eigenartige Dinge vor sich. In der Mine von Naica fanden Bergarbeiter durch Zufall eine Zauberwelt aus riesenhaften Kristallen, die über Jahrtausende unbemerkt gewachsen sind. Wie konnten sich hier die größten Kristalle der Welt formen?

Ein einzigartiges Naturschauspiel ist auch die Ankunft der Monarchfalter, die jedes Jahr in Mexiko überwintern. In der Zeit um Allerheiligen strömen die Schmetterlinge zu Millionen in ein kleines Waldgebiet im Hochland von Michoacán. Die kleinen Falter nehmen eine Reise von rund 4000 Kilometern auf sich – zu weit für ein einziges Falterleben und immer noch ein Rätsel für die Wissenschaft.

Die unbestrittene Königin der Tiere in Mexiko ist die Klapperschlange. Mit ihrem tödlichen Biss und ihrer klappernden Hornrassel am Schwanzende zog sie schon die Azteken in ihren Bann. Ein genauerer Blick auf das gefährliche Tier verrät Interessantes – zum Beispiel, warum die Klapperschlangen eigentlich klappern.

Viele Meeresbewohner sind in den Gewässern vor Mexiko heimisch. Der Golf von Kalifornien bietet besonders für Wale optimale Bedingungen. Geschützt zwischen dem mexikanischen Festland und der Halbinsel von Niederkalifornien ist er perfekt für die Aufzucht ihrer Jungtiere. Aber das idyllische Leben in der Lagune ist nicht von Dauer, denn unter dem Meeresboden brodelt es. Die gleichen Urgewalten, die Mexikos Städte immer wieder in Form von Erdbeben heimsuchen, haben auch dieses Nebenmeer des Pazifiks entstehen lassen, und es wächst weiter, jedes Jahr um fünf Zentimeter. Einmal wird Niederkalifornien eine Insel sein und Mexiko erneut sein Gesicht ändern. Quelle ZDF

Erstausstrahlung: 2011

Filmlänge: 45 min

Ein Film von Sabine Armsen und Nora Somborn

Produktionsland: Deutschland, ZDF

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