Der Kunst- und Geschichtsraum des INAH befindet sich im ehemaligen Franziskanerkloster San Francisco in Pachuca. Die Ausstellung behandelt die Geschichte der Klosteranlage und zeigt religiöse Kunst aus der Kolonialzeit sowie liturgische Gegenstände aus dem frühen unabhängigen Mexiko.
Geschichte und Gebäude des Museums
Die Klosteranlage San Francisco entstand ab dem späten 16. Jahrhundert. Nach der 1596 erteilten Baugenehmigung wurde die Kirche um 1660 fertiggestellt. In den folgenden Jahrhunderten wurde der Komplex erweitert und mehrfach umgestaltet. Der Bergbauunternehmer Pedro Romero de Terreros finanzierte einen Teil dieser Erweiterungen.
1732 richteten die Franziskaner hier ein Missionskolleg (Colegio de Propaganda Fide) ein. Es bildete Ordensbrüder aus, die unter anderem in den heutigen Bundesstaaten Tamaulipas, Nuevo León und Coahuila missionierten.
Mit der Umsetzung der Reformgesetze endete 1861 die klösterliche Nutzung. Die Gebäude gingen in staatlichen Besitz über und dienten später unter anderem als Gefängnis. Ab 1976 wurden Teile der Anlage für Museen, Archive und Büros genutzt.
Der Ausstellungsraum im Erdgeschoss wurde 1977 eröffnet. Er wird vom Centro INAH Hidalgo betreut und präsentiert die Baugeschichte sowie religiöse Kunstwerke und Ausstattungsstücke aus dem 17. bis 19. Jahrhundert.
Ausstellung und thematische Schwerpunkte
Die Ausstellung behandelt die Entwicklung des Gebäudes und die religiöse Ausstattung der früheren Klosteranlage.
Geschichte der Klosteranlage
Ein Modell zeigt den Gebäudekomplex im Zustand von 1861 mit seinen verschiedenen Gebäuden und Nebenanlagen. Erläuterungen zu den Bauphasen und Reproduktionen historischer Dokumente beschreiben die Entwicklung des Klosters. Fotografien aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert ergänzen die Darstellung und zeigen, wie sich das Erscheinungsbild der Anlage nach dem Ende ihrer klösterlichen Nutzung veränderte.
Religiöse Kunst und Ausstattung
Gemälde und Skulpturen zeigen Marien- und Heiligendarstellungen, darunter den heiligen Franz von Assisi als Gemälde und Holzfigur. Säulen, Reliefteile und ein Tabernakel stammen aus vergoldeten Altaraufsätzen des 17. und 18. Jahrhunderts. Liturgische Goldschmiedearbeiten, Priestergewänder des 19. Jahrhunderts, ältere Gebetbücher und hölzerne Lesepulte ergänzen die Ausstellung zur religiösen Ausstattung und zum Gottesdienst.
Besuch und praktische Informationen
Adresse
Sala San Francisco Arte e Historia
Ex-convento de San Francisco de la Plaza Aniceto Ortega, Centro,
CP 42000 Pachuca de Soto, Hidalgo
Öffnungszeiten
Montag: geschlossen
Dienstag bis Sonntag: 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Eintritt
freier Eintritt
Besuch und Führungen
Individueller Besuch: Für einen individuellen Rundgang kann man etwa 30 bis 45 Minuten einplanen.
Führungen: Geführte Rundgänge werden von Dienstag bis Freitag zwischen 10:00 und 14:00 Uhr angeboten.
Linkhinweise und Quellen
Informationen zum Museum
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