Doku – Native America – Städte des Himmels

Die vierteilige Dokumentationsreihe „Native America“, die in spektakulären Landschaften gefilmt wurde, erzählt die Geschichte der amerikanischen Ureinwohner. An der Schnittstelle zwischen moderner Forschung und überliefertem Wissen entsteht eine neue Sicht auf Nord- und Südamerika und auf die Menschen, die diese Kontinente besiedelten. Sie lebten in einer Welt, deren gigantische Städte durch Straßen, Brücken und soziale Vernetzung über zwei Kontinente miteinander verbunden waren; eine Welt, die blühende Zentren der Wissenschaft und Spiritualität hervorbrachte und in der vor Ankunft der ersten Europäer im Jahr 1492 über 100 Millionen Menschen lebten. Die unter Mitwirkung von Angehörigen indigener Völker Amerikas entstandene Reihe zeigt eine Vergangenheit, die bis heute in den Zeremonien der Urvölker fortlebt.

Episode 3 – Städte des Himmels

Die dritte Folge widmet sich der Entstehung einiger der größten und beeindruckendsten Städte des präkolumbischen Amerikas. Im Zentralen Hochland des heutigen Mexiko befand sich einst eine riesige multikulturelle Stadt. Teotihuacán war die Hauptstadt des größten Reichs Südamerikas und eines der bedeutendsten urbanen Zentren der Geschichte.
Weiter nördlich, in der Nähe des heutigen St. Louis, siedelten sich rund 10.000 Menschen am Ufer des Mississippi an und errichteten dort Pyramiden, die zu den höchsten der Welt gehören. Mit rund 20.000 Einwohnern im 12. Jahrhundert handelt es sich um eine der größten präkolumbischen Städte Nordamerikas. Es heißt, die Erbauer des Ortes, der später in Cahokia umbenannt wurde, hätten sich am Mississippi niedergelassen, um ein kosmisches Ereignis am Nachthimmel zu beobachten.
Daraus ergibt sich eine faszinierende Hypothese: Haben sich die Native Americans beim Städtebau von astronomischen Gesetzmäßigkeiten leiten lassen? Folgte die Anordnung ihrer Städte den Bewegungen der Himmelskörper? Vertreter der heutigen indigenen Gemeinschaften, die diese astronomischen Kenntnisse bewahrt haben, erläutern, welchen zentralen Stellenwert die Verehrung von Sonne und Mond in ihren Zeremonien hat.
Im Nordwesten der Halbinsel Yucatán schließlich geht es um die Entzifferung eines alten Maya-Schriftsystems, das einzige bekannte voll entwickelte Schriftsystem des präkolumbischen Amerikas. Der Gouverneurspalast von Uxmal ist mit Tausenden von Hieroglyphen bedeckt. Aus ihnen geht hervor, wie sich die Herrscher bei der Planung von Kriegen und Menschenopfern auf astronomische Beobachtungen und Vorhersagen stützten, unter anderem auf den Lauf von Planeten wie der Venus. (ARD)

 

Informationen zur Sendung

Basisinformationen

Filmlänge: 55 min
Produktionsjahr: 2018
Produktionsland: USA
Ein Film von: Scott Tiffany, Gary Glassman
Sprachen: Englisch, Deutsch

Titel und Fassungen

Originalfassung
(PBS)

Sendereihe: Native America
Episode: Cities of the Sky

Deutsche Fassung
(arte Deutschland)

Sendereihe: Native America
Episode: Städte des Himmels

Ausstrahlung und Verfügbarkeit

Erstausstrahlung

2018, PBS

Deutsche
Erstausstrahlung

2019, arte Deutschland

Verfügbarkeit:

YouTube

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Linkhinweise und Quellen

Sendungsinformationen

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