Bergbaumuseum Zimapán, Hidalgo

Das Bergbaumuseum von Zimapán widmet sich den Mineralvorkommen und der Bergbaugeschichte der Region. Es befindet sich im historischen Ortszentrum hinter dem Rathaus. In fünf Ausstellungsräumen werden Mineralien, historische Maschinen, die Entdeckung des Vanadiums und die Eisenhütte La Encarnación behandelt. Ein nachgebauter Minenschacht gehört ebenfalls zum Rundgang.

Geschichte und Gebäude des Museums

Das Bergbaumuseum befindet sich im Gebäudekomplex des Rathauses von Zimapán. Die Räume dienten zuvor als Gefängnis und als Büros der Stadtverwaltung. Nach der Schließung des Gefängnisses im Jahr 2017 und der Verlegung der verbliebenen Insassen sollten die frei gewordenen Räume für kulturelle und Bildungszwecke genutzt werden.

Zunächst plante die Gemeinde ein Münzmuseum. Dieses 2017 angekündigte Vorhaben wurde jedoch nicht umgesetzt. Stattdessen wurden die Räume für ein Museum zur regionalen Bergbaugeschichte eingerichtet. Im Jahr 2020 eröffnet die Ausstellung.

Für die Sammlung spendeten örtliche Bergbauunternehmen Mineralproben und historische Maschinen. Die Gemeinde übernahm die Betreuung des Museums mit dem Ziel, das bergbauliche Erbe Zimapáns zu bewahren und zugänglich zu machen.

Ausstellung und thematische Schwerpunkte

Die Dauerausstellung behandelt in fünf Räumen die mineralischen Rohstoffe der Region, ihre Gewinnung und Verarbeitung. Ein eigener Bereich widmet sich der Entdeckung des Vanadiums, während Mineralproben und historische Maschinen den örtlichen Bergbau dokumentieren.

Vanadium

Der erste Raum widmet sich dem Element Vanadium, das Andrés Manuel del Río 1801 bei der Untersuchung von Mineralproben aus Zimapán entdeckte. Seine Beobachtungen wurden zunächst irrtümlich als Nachweis von Chrom gedeutet. Erst 1831 bestätigte sich, dass er tatsächlich ein neues Element erkannt hatte. Vanadium wird heute unter anderem zur Herstellung widerstandsfähiger Stahllegierungen verwendet, beispielsweise für Werkzeuge und Fahrzeugteile.

Mineralien und historische Maschinen

In diesem Bereich sind Mineralproben wie Calcit, Kupferkies und Pyrit sowie Marmor ausgestellt. Historische Maschinen, die regionale Bergbauunternehmen dem Museum gespendet haben, ergänzen die Ausstellung.

Eisenhütte La Encarnación

Ein eigener Raum widmet sich der Geschichte der 1815 gegründeten Eisenhütte La Encarnación. Sie lag im heutigen Nationalpark Los Mármoles und verarbeitete Eisenerz in Hochöfen zu Roheisen. Überreste der Öfen, Schornsteine und Betriebsgebäude befinden sich noch am ehemaligen Standort.

Interaktiver Bereich

Spiele und interaktive Stationen erläutern die Nutzung mineralischer Rohstoffe. Außerdem behandelt dieser Ausstellungsbereich die frühen Kulturen und die Besiedlungsgeschichte der Region.

Mina La Ilusión

Der letzte Raum ist als Bergwerkskulisse gestaltet. Ein nachgebildeter Minenschacht veranschaulicht einen Zugang zu tiefer gelegenen Bereichen eines Bergwerks. Künstliche Tropfsteinformationen ergänzen die Gestaltung.

Besuch und praktische Informationen


Adresse

Museo de la Minería de Zimapán
Callejón Garrido, Centro,
CP 42330 Zimapán, Hidalgo

Öffnungszeiten

Montag: geschlossen

Dienstag bis Freitag von 10:00 bis 16:00 Uhr

Samstag und Sonntag von 10:00 bis 14:00 Uhr

Eintritt

Erwachsene 30 MXN

Besuch und Führungen

Individueller Besuch: Für den Rundgang kann man etwa 45 bis 60 Minuten einplanen. 

Führungen: Geführte Rundgänge werden nicht angeboten.

Linkhinweise und Quellen

Informationen zum Museum

SIC México (Sistema de Información Cultural)
Kurzüberblick mit Basisdaten und administrativen Angaben
[Spanisch]

Artikelempfehlungen

Zimapán, Hidalgo

Zimapán liegt im Westen Hidalgos am Übergang vom Valle del Mezquital zur Sierra Gorda. Der 1575 als Real de Minas de San Juan Zimapán gegründete […weiterlesen]

Museen im Bundesstaat Hidalgo

Die Museen im Bundesstaat Hidalgo widmen sich der vorspanischen Geschichte, dem Bergbau, der Kunst und den Traditionen. In Pachuca zeigt das Fotomuseum Aufnahmen aus den […weiterlesen]