Morelia – Geschichte und Gegenwart

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Geschichte

Die ersten Siedlungen im Tal von Guayangareo sind im 7. Jahrhundert unserer Zeit entstanden. Die Einwanderer waren mit der Kultur von Teotihuacan verbunden, was archäologische Funde belegten.

Ab dem 12. Jahrhundert ließen sich die Matlatzincas, auch Pirindas genannt, nieder, die aus dem Tal von Toluca kamen.

Zwischen 1525 und 1526 nahmen die Ankömmlinge aus Spanien Ländereien in ihren Besitz, 1531 gründen die Franziskaner eine Mission, um die Bevölkerung zu Christianisieren. Schließlich ordnete der Vizekönig Antonio de Mendoza 1541 die Gründung der Stadt an, die Valladolid heißen sollte.

In den folgenden Jahren entbrannte ein Machtkampf mit der Stadt Patzcuaro, die damals Hauptstadt der Provinz war. Nach und nach wurden die staatlichen Institutionen von Patzcuaro nach Valladolid verlegt, das sein Wachstum beschleunigte.

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Im 17. Jahrhundert begann man mit dem Bau der Kathedrale und weiteren Kirchen und Klöster in der Stadt. Das erste Aquädukts und zahlreiche Herrenhäuser wurden ebenfalls errichtet.

Im 18. Jahrhunderts wurden in dieser Stadt einige der wichtigsten Persönlichkeiten des Unabhängigkeitskrieges von Mexiko geboren, wie José María Morelos und Pavón, Josefa Ortíz de Domínguez, Agustín de Iturbide Arámburu, José María Anzorena, Vicente Santa María und José Mariano Michelena.

Valladolid spielte eine wichtige Rolle im Prozess der Unabhängigkeit, hier verkündete Miguel Hidalgo 1810 das Ende der Sklaverei in Mexiko. Bis 1821 kam es zu Kämpfen zwischen den Rebellen und den Königstruppen.

Im Jahr 1828 änderte der neu geschaffene Bundesstaat Michoacán zu Ehren von José María Morelos y Pavón den Namen der Stadt von Valladolid in Morelia.

Das 19. und 20. Jahrhundert ist wiederum von zahlreichen Auseinandersetzungen zwischen liberalen und konservativen Kräften geprägt.

 

Gegenwart

Als das historische Zentrum im Jahre 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, begannen umfangreiche Restaurierungsarbeiten in der Altstadt. Dies führte auch dazu, dass in ehemaligen Klöstern und Herrenhäusern Museen und andere touristische Attraktionen (z.B. Kunstmärkte) untergebracht wurden.

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Die Plätze mit ihren Grünanlagen und den zahlreichen Restaurants und Cafés laden nach einem Rundgang durch das Stadtzentrum zum Verweilen ein.

Zudem haben sich drei bedeutende Festivals etabliert, die auch international Aufmerksamkeit erlangten. Es sind das Filmfestival (Festival Internacional de Cine de Morelia), das jedes Jahr Ende Oktober stattfindet, das Musikfestival (Festival des Música de Morelia), jährlich im November und das Festival der Gastronomie und des Weines (Festival Internacional de Gastronomía y vino) im Mai.

Abgesehen von seinen historischen Sehenswürdigkeiten ist Morelia auch das Bildungs-, Kultur- und politische Zentrum des Bundesstaates. Die neu entstandenen Stadtteile verfügen über Einkaufs- und Kongresszentren und zahlreiche Sportanlagen.

Heute zählt Morelia zu einem beliebten Reiseziel im Städtetourismus, zumindest bei Mexikanern. Durch die organisierte Bandenkriminalität im Bundesstaat Michoacán halten sich leider die Bedenken, was die Sicherheit betrifft. Touristen sind davon in der Regel nicht betroffen, wir haben uns in der Stadt sicher gefühlt.

 

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